Der Müllplatz mit großem Scheunentor

Die Unterbringung unserer Mülltonnen für Restmüll und Altpapier sowie ein Platz für den gelben Sack in dem wir Kunststoffverpackungen und PET-Flaschen sammeln, war schon lange ein Theme für Sabine und mich, weil wir uns einfach auf nichts einigen konnten. Da gab es die Müllsammelstellen die wir uns leisten wollten, die also in meine Vorstellung eines begrenzten Budgets passten, und jene die meiner Frau gefielen. Das dazwischen Welten lagen muss ich nicht weiter ausführen, schließlich war ich selbst von keiner der günstigeren Lösungen wirklich überzeugt.

Als Alternative blieb wieder einmal nur der DIY-Weg, also planen und bauen. Nach langen Überlegungen und Umplanungen einigten wir uns letztendlich auf eine Trennung in Biomüll, der eine eigene Behausung erhalten sollte, und den restlichen Müll. Da wir für den Biomüll eine Lösung bauen wollten, die man auch mit vollen Händen halbwegs vernünftig aus der Küche heraus erreichen kann, durfte dieser nicht in die große Lösung integriert werden.

Ich begann damit ein Gerüst aus Leimbinder-Staffeln mit 60 x 80 mm zu konstruieren das frei auf dem Untergrund steht. Für etwas mehr Stabilität verband ich das Gerüst mit der Dachkonstruktion des Carports. Zudem fügte ich eine Trennfläche ein, die der ganzen Konstruktion nochmals mehr Stabilität verleiht.

Die seitlichen Wände und die horizontale Trennung verschloss ich ebenso mit Leimholzplatten aus dem Baumarkt, wie die Vorderseiten an denen die Schiebetüren aufliegen. Über der Schrankkontruktion läuft ein durchgehender Balken aus Leimbinder an dem die Laufschiene für die Schiebetüren befestigt wird.

Im Unteren Bereich habe ich dafür gesorgt, dass die Deckel der Tonnen komplett geöffnet werden können. Zudem ist gerade ausreichend Platz für zwei große Tonnen und einen gelben Sack. Auch ein zweiter gelber Sack geht sich noch darüber aus. Der obere Bereich ist groß genug um später ausreichend Platz Dekoration und andere Dinge zu finden. Selbst die Autoreifen für drei Autos könnten wir dort oben problemlos lagern da die Fläche 160 x 80 cm groß ist und die Höhe bei 120 cm liegt.

Nachdem ich die Leimholzplatten an der Außenseite mit anthrazitfarbenem Lack gestrichen hatte, verkleidete ich die linke Wand mit durchgängigen, dunkel geölten Latten aus Lärchenholz. Die Nagelte ich mit der Prebena Druckluft-Nagelpistole an die Wand. Die Latten lockern das Gesamtbild auf und geben dem Müllplatz gleichzeitig einen sehr hochwertigen Touch. An der rechten Wand ließ ich die Latten auf 150 cm Höhe enden, da an dieser Stelle ein Kühlschrank stehen wird.

Auch an der Decke baute ich eine Verkleidung aus dunkel geölten Latten, an der die Schiene für die Scheunentore montiert werden. Im nächsten Schritt montierte ich die Laufschiene aus Stahl auf der dann die Laufrollen der Schiebetürenbeschläge der Scheunentore laufen. Als besonderen Abschluss baute ich zwei Türen bestehend aus jeweils einer Leimholzplatte 60 x 250 cm und 18mm stark und unbehandelten Brettern 20mm stark und 12 cm breit. Damit baute ich zwei Schiebetüren im Scheunentor-Design. Die Leimholzplatten strich ich ebenfalls anthrazit und die Bretter wurden, so wie die Latten, mit Xyladecor GardenFlairs graphit grau gestrichen.

Das Endprodukt sieht schon recht passabel aus. Lediglich die Griffe an den Türen fehlen noch. Leider haben sich die Bretter durch das Trocknen ziemlich stark verzogen und es hat sich ein Spalt im unteren Bereich der Türen geöffnet. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Lösung. Natürlich auch weil es wesentlich günstiger war als jede halbwegs passable fertige Lösung. Trotzdem kamen die Gesamtkosten auf mehr als 380 Euro. Holz, Schrauben und Lacke sind nicht billig und auch die Beschläge schlugen mit knapp 100 Euro zu Buche.

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