Die Untersichtschalung im Sitzplatz, Carport und Eingangsbereich

Letztes Jahr im Oktober wurde unsere Überdachung errichtet. Damals ließen wir die Untersicht mit Rauspund statt Nut-Feder-Brettern herstellen, da wir eine weniger schlichte Untersicht bevorzugen. Da der Preis für die Fertigung der Untersicht-Lattung viel zu hoch gewesen wäre, ließen wir uns vom Zimmer 5m3 sägeraue Latten aus Lärchenholz mit 30 x 50 mm und je 4 m Länge liefern, die wir selbst verarbeiten wollten. Anfang April war es dann soweit und die Latten wurden geliefert. Glücklicherweise an einem schönen Tag bei Sonnenschein. So konnten wir die Latten trocken unter Dach tragen und schlichten.

Die Outdoor Werkstatt

Jetzt wo endlich die Latten aus Lärchenholz angekommen waren konnte ich mit der Verarbeitung beginnen. Dazu richtete ich mir im Eingangsbereich eine kleine Werkstatt ein in der ich meine Bosch Kappsäge und meine Bosch Tischbohrmaschine fix aufstellen konnte. Der Vorteil von der Aufstellung war, dass ich die Maschinen entsprechend den Arbeitsabläufen aufstellen konnte.

Damit die Latten beim Verschrauben nicht brachen, bohrte ich sie an der Tischbohrmaschine vor. Auf den Bilder sieht man die Vorbereitung der Konterlattung auf der später die Sichtlattung montiert wird.

Die Konstruktion

Für die Montage überlegte ich mir ein System aus Lattung und Konterlattung. Dazu sägte ich die Latten auf die entsprechende Länge des jeweiligen Dachelements. Damit die Latten an der Decke fixiert werden konnten, aber keine Schrauben sichtbar sind, schraubte ich die Latten von Oben (der nicht sichtbaren Seite) durch die Konterlattung fest. Die so entstandenen Panele teilte ich in zwei Teile, damit die Elemente nicht zu schwer wurden. Halbe Elemente konnte ich gerade noch so zur Montage hochheben. Ich denke sie hatten so 25-30kg, waren also nicht besonders schwer aber dafür ziemlich unhandlich.

Damit ich bei der Montage der Latten den Abstand gleichbleiben halten konnte, bastelte ich mir einen Abstandhalter aus einem Holzrest. So ging die Montage wesentlich schnelle rund einfacher. Allerdings musste ich mich erstmal damit abfinden, dass die sägerauen Lärchenholzlatten alles Andere als gerade waren. Dadurch fiel es mir schwer die Abstände sauber und gleichbleibend zu halten. Anfangs machte mich das wahnsinnig und ich versuchte es zu korrigieren. Aber in der Masse der Latten fällt es nicht mehr auf ob eine Latte schief, verbogen oder buckelig ist. Also ließ ich es zu.

Durch die Abstände zwischen den Latten schraubte ich die Konterlattung an die Decke der Dachkonstruktion. Dabei musste ich darauf achten, dass ich die Schrauben tief genug eindrehte damit sie die Elemente an der Decke halten, aber gleichzeitig aufpassen, dass ich die Schrauben nicht zu tief eindrehte und damit die Dachhaut beschädigte. Bei über 600 Schrauben die ich in die Rauspundbretter drehte drang keine bis zur Dachhaut durch.

Über 2.500 Schrauben verbaute ich in den Deckenelementen. Dabei bohrte ich alle Löcher vor um ein Brechen der Latten zu verhindern. Das gelang im Übrigen sehr gut, denn keine einzige Latte ging kaputt. Auf dem Bild darüber erkennt man den Haufen mit nicht ganz geraden Latten, die ich später an anderen Stellen verarbeiten werde.

Das Ergebnis

Fast zwei Wochen dauerte meine Arbeit an den Deckenelementen. 18 Flächen waren im Carport einzubauen und weitere 12 im Eingangsbereich. Diese waren alle zwischen 3,7 und 4m lang und jeweils etwa 60cm breit.

Die Elemente beim Sitzplatz unterschieden sich von den anderen. Da die jeweilige Feldlänge über 4,5m ist konnte ich die Lattung nicht durchgehend machen. Die Stöße wären nicht sehr hübsch gewesen. Sabine hatte daher die Idee die Latten nicht längs sondern quer zu verbauen. Dies hatte gleich mehrere Vorteile. Durch die Quermontage konnte ich für die Leisten auch Verschnitte nehmen wodurch der Gesamtverbrauch wesentlich verringert wurde. Weiters gibt es keine sichtbaren Stöße in den Feldern und die einzelnen Felder ließen sich wesentlich leichter an der Decke anbringen.

Das Ergebnis kann sich meiner Ansicht nach sehen lassen. Ich würde sagen, dass es vom Profi nicht viel besser aussehen würde. Der Arbeitseinsatz hat sich definitiv gelohnt.

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