Die Pflanzen übersiedeln

Mitte Juli begannen die Arbeiter mit dem Abtragen des Bodens und dem Aushub der Künetten. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Pflanzen auf unserem Grundstück weichen. Wir entschieden uns dazu, die Pflanzen auf dem Nachbargrundstück zu lagern, nachdem wir uns die Erlaubnis des Besitzers geholt hatten. Schlimmeres als dass sie über den Sommer kaputt gehen hätten können, konnte nicht passieren. In diesem Fall hätten wir die Pflanzen halt ein paar Monate später entsorgen müssen.

Ziemlich genau 13 Wochen nachdem die Zypressen, die Blutpflaume, die beiden Japanischen Ahorn-Bäume und die Gräser umgesiedelt wurden, war es nun soweit, dass sie wieder in die Erde zurückkehren durften. Solange mussten die Pflanzen teilweise mit freiliegenden Wurzeln auf einem Haufen liegend überdauern. Dabei wässerten wir sie 4 mal täglich für jeweils 60 Minuten.

Manchen Pflanzern war das zu wenig, denn sie waren trotzdem recht trocken. Vor allem bei der Blutpflaume bin ich mir nicht sicher ob sie sich nochmal von dem Stress erholen wird. Die Zypressen scheinen die Belastung ganz gut überstanden zu haben und die letzte verbliebene Smaragd-Thuja ist im Inneren regelrecht faulig geworden, da sich in ihrem dichten Blattwerk das Wasser zu Staunässe gesammelt hat. Die Thuje steht jetzt mal noch nicht eingepflanzt am Nebengrundstück und ich überlege noch, ob ich sie wirklich einsetzen möchte. Den Gräsern dürfte es im Allgemeinen ziemlich egal sein ob sie feucht oder trocken gelagert werden. Die sehen alle aus als würden sie ordentlich im Saft stehen. Sie haben allerdings auch das dichteste Wurzelwerk und halten so schön das Wasser im Ballen.

In einer Abend-Aktion nach der Arbeit, schleppte ich die Pflanzen zu unserem größten Hochbeet an der Grundstücksecke zur Straße und dort natürlich über die Rampe hinauf. 16 Scheinzypressen in unterschiedlichen Größen wollten eingesetzt werden. Das Interessante dabei ist, dass alle Pflanzen vor 6 Jahren gesetzt wurden und jeweils ca. 20 cm hoch waren. Je nach Örtlichkeit und vor allem Wassermenge entwickelten sie sich mehr oder weniger gut. Die Pflanzen denen am meisten Wasser zur Verfügung stand wurden dadurch richtig groß. Die größte Scheinzypresse misst stattliche 270cm und ist somit fast dreimal so hoch wie die kleinste, die ich einsetzen konnte.

Nach rund drei Stunden waren alle Pflanzen an ihrem neuen Standort und es blieb ausreichend Platz für zusätzliche Pflanzen, die wir im Frühjahr kaufen und pflanzen werden. So soll ein Etagen-Hartriegel (oder Pagoden Hartriegel) ebenso dazu kommen wie ein Hängeflieder.

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