Der Poolabriss

Gut das klingt vielleicht jetzt etwas schlimmer als es ist. Allerdings sagt der Titel nichts über die unglaubliche Arbeit aus die dahinter steckt.

Grundsätzlich planen wir einen Komplettumbau unseres Styroporstein-Pools, da wir 2011 eine GFK-Römertreppe einbauten, die wir nun durch einen gemauerten Einstieg ersetzen wollen. Der Grund für diese massiven Umbauarbeiten liegt an unserem Plan, den Pool von einem Skimmer-Pool zu einem Überlaufpool umzurüsten. Dabei soll in Zukunft das Wasser entlang der hinteren Längsseite über die Poolkante treten und in einer Rinne zum Schacht rückgeführt werden. Am Ende der Rinne wird ein Grobfilter angebracht, der Blätter und Tiere ausfiltern soll. Dann wird das Wasser in ein Ausgleichsbecken geleitet, das sich im jetzigen Technikschacht des Pool befinden wird.

Von dem Ausgleichsbecken wird das Wasser dann nach Oben in einen neuen Technikraum (der aus alten Ziegelsteinen gemauert werden soll) gepumpt, im Wärmetauscher erhitzt und dann an der neuen Treppe mit Sitzplatz eingeleitet werden. Als Besonderheit versuche ich dem Wasser auf dem Weg zum Sitzplatz über einen Kompressor Druckluft mitzugeben. So soll beim Sitzplatz und der Treppe später eine Art Mini-Whirlpool entstehen.

Zudem sind noch ein paar andere Pool-Attraktionen geplant, denen ich jedoch später mal einen Beitrag widmen werde, denn jetzt geht es erst Mal um den Abbruch der alten Treppe. Und gerade das gestaltet sich sehr schwierig, da ich leider vergaß, dass wir die Treppe nicht nur mit massiven Stahlbolzen an der Betonmauer fixierten, sondern auch durch eine 30 cm hohe Faserbetonschicht mit Bewährung sicherten. Somit wurde das Demontieren der Treppe zur Tortur.

Die Gewindestangen, die die Treppe hielten, waren teilweise so stark verrostet, dass ein Lösen der Muttern unmöglich war. Hier blieb nur der Einsatz des Winkelschleifers übrig. Wobei das nur der kleinere Teil der Übung war. Als ich nämlich die massive Betonschicht am Fuß der Treppe entdeckte, wollte ich eigentlich schon wieder aufgeben.

Mit meinem Abbruchhammer konnte ich dem Beton stückweise Herr werden. Aber es dauerte fast vier Stunden bis die 2 Meter breite, 25 cm starke und und 45 cm hohe Betonschicht abgetragen war. Nicht gänzlich, weil ich für die später zu gießende zusätzliche Bodenplatte des Pools eine feste Verbindung mit der bestehenden Poolmauer haben wollte. So ließ ich die Bewährung stehen und ersuchte den Betonziegel zum Teil zu erhalten.

Als nächstes musste ich dafür sorgen, dass die zusätzlichen Poolwände Platz finden würden. Da das Loch dafür zu klein und der Boden mit Ziegelbruch vom Hausbau gefüllt war, vergrößerte ich zuerst das Loch auf das richtige Maß und schaufelte dann händisch das Erdreich und den Schutt weg. Weil unser Grundstück zu dem Zeitpunkt schon wie nach einem Bombenangriff aussah, transportierte ich das Material in Schuttkübeln vom Pool weg. Rund 60 mal war ich mit je zwei Kübeln unterwegs, bis das Loch passend war.

Nachdem das Loch nun passte, konnte ich bestehendes Material verwenden um den Boden für die Bodenplatte vorzubereiten. Kies und Schotter lagen vor unserer Gartenhütte, und mussten dort ohnehin weg. So traf es sich recht gut, dass ich ordentlich viel davon – ich glaube, dass es etwa 10 Scheibtruhen voll waren, dort abladen konnte. Nach guten sieben Stunden arbeit am Pool war das Loch vergrößert, das Aushubmaterial entfernt und der Boden für die Betonplatte vorbereitet.

Gerade rechtzeitig, denn am nächsten Tag kam der Lieferbeton für die Fundamente unserer Einfriedung und ich hoffte darauf, dass vielleicht ausreichend Beton übrig bleiben würde, damit sich die Bodenplatte ausgeht. Und meine Hoffnung wurde erfüllt, denn nachdem die Fundamentstreifen um unser Grundstück gefüllt und auch die Punktfundamente bereits gegossen waren, blieb noch genug Beton für die Poll-Bodenplatte übrig und es musste sogar noch fast ein Kubikmeter zwischen den Fundamentstreifen der zukünftigen terrasse verteilt werden , da so viel geliefert wurde.

Schon einen Tag später war ich dabei die Styroporsteine aufzustellen. Wie vor 8 Jahren ließ sich das ganz leicht erledigen. Mit einem Fuchsschwanz schneidet man die Blöcke in 25 cm Schritten zurecht und setzt sie wie Lego zusammen. Schlussendlich werden sie mit Montageschaum am Boden fixiert und sind bereit um mit Beton gefüllt zu werden. Natürlich darf man nicht vergessen zuvor die Einbauteile, wie Einlaufdüsen, Scheinwerfer, etc. in die Wände einzuschäumen, denn wenn mal der Beton drin ist, geht nichts mehr.

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