Montag, 7. Mai 2018

Die Büroeinrichtung

Da wir in den Kinderzimmern keine Schreibtische wollten, damit unsere Kinder Lernen und Freizeit ordentlich trennen können, wenn sie das überhaupt wollen, planten wir in unserem Haus ein Arbeitszimmer ein. Dieses Arbeitszimmer war seit unserem Einzug ins neue Haus allerdings mit übrig gebliebenen Möbeln unserer alten Wohnung ausgestattet. So fanden sich dort ein paar Büroschränke, Kleiderschränke und Klapptische sowie viele Kisten, in denen man andauernd suchen wühlen musste, wenn man etwas Bestimmtes suchte.

Das Problem kennen ja so ziemlich alle Häuselbauer, dass für die Einrichtung weniger genützter Räume letztendlich kein Budget mehr da ist. Nun schafften wir es sechs Jahre nach dem Einzug in unser Haus, das Arbeitszimmer komplett zu überarbeiten. Wie bereits bei den Bädern und Kinderzimmern, kam auch bei der Planung des Arbeitszimmers der IKEA Küchenplaner zum Einsatz. Das hauptsächlich deshalb, weil wir auch das Büro mit Küchenmöbel ausstatteten. Unserer Meinung nach bieten auch in diesem Wohnbereich Küchenmöbel die größtmögliche Raumausnutzung und höchste Qualität, bei vergleichsweise vernünftigen Preisen.

Die Planung

Wer schon mal nach echten Büromöbeln geschaut hat, der weiß, dass dieses Möbel mit Abstand die teuersten Anschaffungen für ein Wohnhaus sind. Wenn man also keine Büromöbel braucht, sollte mit dem Küchenprogramm vorlieb nehmen, denn das bietet große Flexibilität und perfekte Kombinationsmöglichkeiten, auch für kleine Räume.

Nachdem ich im IKEA Küchenplaner die Raummaße, das Fenster und die Türe eingegeben hatte, legte ich mit der Planung los. Das Augenmerk lag dabei eindeutig auf maximalem Stauraum und einem günstigen Gesamtpreis. Um den Raum optimal zu nutzen plante ich möglichst viele Hochschränke, die nach Möglichkeit auch 60cm tief sein sollten. Das geht jedoch nicht überall, da zum Beispiel der Eingang zu eng geworden wäre, wenn ich bereits dort mit 60cm tiefen Schränken begonnen hätte. Am Plan kann man sehr
gut sehen, dass es beim Eingang ins Arbeitszimmer zu einer Verengung gekommen wäre, vor allem, weil an der Freien Stelle, an der Wand C noch ein selbst gebauter Spezialschrank geplant war.

Die Arbeitsfläche unter dem Fenster wurde im Planer mal einfach eingeplant, wäre aber für die Verwendung als Schreibtisch viel zu hoch positioniert gewesen. Dafür musste ich mir was einfallen lassen. Die Lösung für dieses Problemchen findet sich ein bisschen später in diesem Post.

Wie bereits bei allen anderen IKEA Möbeln in unserem Haus, verglichen wir die Preise des Österreichischen IKEA mit jenen des IKEA in Bratislava. Das ist zwar ein wenig aufwendiger, lohnt sich aber allemal. Dafür druckten wir aus dem Online-Planer die Artikelliste aus und gaben die einzelnen Artikelnummern auf der Slowakischen IKEA Website ein. Ein Tipp dazu ist, dass man sich zuvor einen Account auf der SK-Website anlegt und dann alle Artikel in der Einkaufsliste speichert. Dann kann man die Preise mit denen der Artikelliste von Österreich vergleichen und wirft alle Artikel aus der Einkaufsliste raus, die in Österreich günstiger sind. Diese kann man dann auf der Österreichischen Website in die Einkaufsliste hinzufügen. Die Einkaufsliste hat den Vorteil, dass man in Bratislava dann nur noch in die Küchenabteilung gehen und dort seine Mailadresse und das Passwort auf dem PC des Mitarbeiters eingeben muss. Dadurch wir die Einkaufsliste direkt geladen und kann in wenigen Minuten zu einer Bestellung zusammengefasst werden.

Der Einkauf

Für den Einkauf in Bratislava muss man bedenken, dass man eine Autobahnvignette für die Slowakei benötigt. Zudem sollte man unbedingt einen Personalausweis oder einen Reisepass dabei haben. Gezahlt wird wie bei uns mit Euro über Kreditkarte, Bankomatkarte oder in bar. Als nächstes sollte einem klar sein, dass man nur eine begrenzte Nutzlast beim Auto hat, und auch dass selbst die kompakt in Schachteln verpackten IKEA-Möbel Platz benötigen. Wir waren mit zwei Autos in Bratislava und hatten zusammen eine maximale Nutzlast von 840kg zur Verfügung.

Da die gesamte Bestellung jedoch 1.200kg gewogen hätte, entschlossen wir uns dazu, die schwersten Artikel (Arbeitsplatten und 2 Hochschränke) in einem zweiten Durchgang zu holen. Was wir jedoch nicht bedachten war die Anzahl an Paketen der restlichen Bestellung. Diese bestand nämlich letztendlich aus 145 Paketen, von denen wir wegen des Gewichts lediglich 7 aus der
Bestellung raus nahmen. So standen wir dann vor dem Problem 138 Pakete auf zwei Autos aufzuteilen, was sich als ziemliche Herausforderungen herausstellte. Hier zahlt es sich aus, wenn man früher gerne mal Tetris gespielt hat, denn ohne perfektes Schlichten hätten wir die Pakete sicher nicht in die beiden Autos bekommen. Beide waren nämlich sprichwörtlich bis unters Dach beladen, und bei unserem Auto mussten wir mit drei Paketen sogar schon auf den Dachträger ausweichen. Glücklicherweise regnete es gerade auf dem Heimweg nicht und die Pakete wurden nur durch etwas Gischt der Fahrzeuge die vor uns fuhren an der Vorderkante feucht. Die Möbelplatten im Inneren der Pakete waren dadurch zum Glück nicht betroffen.

Nachdem eine Fahrt nicht ausreichte, fuhr ich im Anschluss gleich noch ein zweites Mal nach Bratislava, um die Arbeitsplatten und die beiden Hochschränke zu holen, die sich bei der ersten Fahrt einfach nicht ausgegangen wären. Zur gleichen Zeit fuhr Sabine zum IKEA in Vösendorf, um dort die Artikel zu besorgen, die in Österreich günstiger waren. Wir brauchten in Summe etwa 6 Stunden bis alles was wir brauchten eingekauft und in unserem Wohnzimmer abgelegt war. Durch die Einkauf im jeweils günstigeren Möbelhaus, konnten wir uns knapp 25% der Einkaufssumme sparen. Die Küchenmöbel für unser Büro kamen somit komplett auf knapp 2.780,- Euro statt auf 3.753,-. Nach Abzug der Vignetten für zwei Autos uns des etwas höheren Spritverbrauchs bleibt eine Ersparnis von 938,- für die ich den höheren Aufwand gerne in Kauf nehme.

Die Montage

Obwohl das Schleppen der Kartons schon ausgereicht hätte, ging das Drama ja zuhause erst los, weil die Möbel ja auch zusammengebaut und montiert werden wollten. Und das möglichst schnell. Schließlich hatten wir unsere alten Schränke im Büro ausgeräumt, und deren Inhalt fein säuberlich an allen freien Stellen im Wohnzimmer gestapelt. Um hier noch ein bisschen Extramotivation zu schaffen, hatten wir am darauf folgenden Wochenende bereits Gäste zum Essen geplant und mussten daher das Wohnzimmer von Möbeln und Bürozeug freibekommen.

Der Aufbau ist wie üblich keine Hexerei. Was für mich neu war, war lediglich die Tatsache, dass nun nicht nur Hängeschränke, sondern auch Hochschränke und sogar die Unterschränke an der Rückseite in eine Metallschiene eingehängt werden. Das erhöht zwar etwas die Vorarbeiten, weil man die entsprechenden Schienen zuvor zuschneiden und an die Wand montieren muss. Dabei sollte man wirklich genau arbeiten, weil später die Ausrichtung der Schränke maßgeblich von der korrekten Montage der Schienen abhängt. Hat man hier sauber und genau gearbeitet, dann wird die Montage der Schränke und vor allem das Ausrichten und in die Waage bringen ein Kinderspiel. Auf dem Bild sieht man tief montierte Schienen für die Unterschränke, eine hoch montierte für Hängeschränke und Hochschränke und eine Schiene die etwas tiefer sitzt. Die könnte
man sich im Prinzip sparen, weil sie zusätzlich für die Hochschränke verwendet wird. Allerdings müsste man dann den 200cm Korpus des Hochschranks vor dem Aufstellen noch mit dem 40cm Aufsatzschrank verschrauben, und dann beide gemeinsam einhängen. Ich persönlich montierte die Elemente lieber schrittweise. So ließen sie sich auch wesentlich einfacher ausrichten und auf eine gemeinsame Höhe bringen.

Durch dieses System sind in wenigen Minuten die bereits zusammengeschraubten Schrankelemente montiert. Sobald sie an der Wand sind, können sie einfach durch Schrauben verbunden werden und geben sich dadurch im Verbund zusätzliche Stabilität. An der Vorderseite der Schränke werden höhenverstellbare Füße montiert, die die Schienen an der Wand entlasten.

Meiner Meinung nach ist das Aufstellen der Schränke nun wirklich wesentlich einfacher. Bei unserer Küche war es damals noch eine richtige Spielerei die richtige Höhe zu erwischen und dann die Schränke aneinander auszurichten. Das klapp nun wirklich wesentlich leichter.

Der Kunstschrank

Eine besondere Herausforderung war für mich der Schrank, den ich für unsere selbst gemalten Bilder und unsere Skier bauen wollte. Das Problem hier war, dass es keinen Schrank im Küchenprogramm gab, in dem wir unsere Skier liegend lagern , und schon gar keinen in dem wir unsere Keilrahmen-Bilder platzsparend aber übersichtlich unterbringen konnten. Daher überlegte ich mir aus Leisten und IKEA Schranktüren eine Art begehbaren Schrank zu bauen. Vor allem das etwas spezielle Maß von 212 x 53 cm sorgte in der Planung für etwas Kopfzerbrechen, weil es für diese Maße keine fertigen Lösungen gibt. Da ich zwar nicht ganz ungeschickt bin, aber eben kein Tischler, wirkt diese Konstruktion vor allem im Inneren ziemlich 'rustikal'. Aber sie bietet alles was wir benötigen. Dazu fertigte ich ein Gerüst aus Staffelhölzern an und ließ mir beim OBI die Deckplatte und den Zwischenboden aus einer weiß beschichteten Spanplatte zuschneiden.

Im oberen Bereich ist ein 210 x 50cm großer und 40cm hoher Schrank für unsere Ski und Stöcke. Darunter befindet sich seitlich eine Schranktür hinter der sich die Alu-Leiter verbirgt. Zur Verstauung die Keilrahmen-Bilder kann eine 120cm breite Doppeltür mit 200cm Höhe komplett auf die Seite geklappt werden. Dahinter befindet sich ein, derzeit noch ungenutzter, Raum in dem später an speziellen Keilrahmen-Haltern die Bilder aufgehängt werden können. Sobald die Konstruktion fertig ist, werde ich natürlich auch davon Bilder online stellen. Auch die schmalen Leiste, die an der Schranktür für die Leiter zu sehen ist, ließ ich beim OBI zuschneiden. Gerade mal 7 Euro kostete die 16mm starke Spanplatte in weiß mit Kantenumleimer an allen vier Seiten.

Die Griffe

Wie man am 3D-Bild des IKEA Planers erkennen kann, waren die Griffe nicht in der Planung enthalten. Das liegt daran, dass Sabine und ich uns auf keinen der angebotenen Griffe einigen konnten. Irgendwie passte für uns keiner so recht zu unserem Stil. Also schauten wir auf Aliexpress.com nach Türgriffen die uns gefielen.

Nach längerer Suche entschieden wir uns für ein Griffmodell aus dunkelbraunem Leder mit hellen Ziernähten und Montage-Elementen aus gebürstetem Edelstahl. Diese Griffe kosteten inklusive Einfuhrumsatzsteuer und allen Abgaben (davon haben wir in Österreich ja genug) rund 160 Euro für 51 Stück. Pro Griff mussten wir 3,10 Euro zahlen, was bei IKEA günstiger gegangen wäre, aber eben nicht in der Optik. Die gleichen Griffe gibt es auch auf Amazon, wo sie etwas mehr kosten, dafür aber auch unkomplizierter zu erwerben sind.

Um die Griffe schnell und korrekt montieren zu können bastelte ich eine Bohrschablone. Diese hatte den exakten Lochabstand für die Griffe und einen Zentrierstrich. Die Schablone folierte ich ein und sorgte noch für eine korrekte Kante, damit dann alle Bohrungen wirklich exakt an der gleichen Stelle gemacht wurden.
Nun musste ich nur noch an den Laden die Mitte markieren und an den Schranktüren immer im gleichen Abstand von der Unterkante (oder bei manchen Türen eben von der Oberkante) messen und markieren. Dann genügt es die Schablone auf die Markierung aufzulegen und mit einem Bleistift die beiden Bohrlöcher zu markieren. Der Rest ist einfach nur noch Bohren und Schrauben.

Durch diese kleine Schablone war es mir möglich die 50 Griffe in unserem Arbeitszimmer innerhalb einer Stunde zu montieren. Alle perfekt ausgerichtet und an der richtigen Position. Das aufwendigste an der ganzen Aktion war das Aushängen der Schranktüren und das Abnehmen der Ladenfronten. Diese Extra-Arbeit wäre eigentlich nicht nötig gewesen, wurde aber von Sabine eingefordert, um Verschmutzung durch das Bohren in den Laden zu vermeiden. Denn ist erst mal Staub drin, dann bekommt man ihn nie wieder aus der Lade raus :-)

Der Schreibtisch

Das letzte Special in unserem Arbeitszimmer ist die Tischplatte des Arbeitstisches. Wie bereits erwähnt verwenden wir hierfür die normale Küchenarbeitsplatte, die jedoch nicht einfach so montiert werden konnte, weil dann die Arbeitshöhe für einen Schreibtisch völlig ungeeignet gewesen wäre.

Wie bei so vielen Dingen in unserem Haus ist auch der Schreibtisch im Arbeitszimmer ein Unikat und auf seine Weise speziell. Wir wollten bei der Montage zum einen Kreativität und zum anderen auch die Möglichkeit die Platte in der Höhe zu variieren. Die Verstellbarkeit der Höhe wird zwar nicht besonders wichtig sein, weil wir alle unterschiedlich groß sind, und es daher nicht die eine perfekte Einstellung gibt. Es war daher eher wichtig
einen guten Mittelwert zu finden, mit dem jeder von uns zurecht kommt. Dazu gibt es einige Rechner im Internet, die einem anhand der Körpergröße eine Empfehlung für die Höhe der Tischplatte geben.

Ich hielt mich wie gesagt an einen Mittelwert und montierte die Tischplatte mit Wasserrohren, Fittings und Temperguss Flanschen an der Seitenwand des Schrankes, der Mauer sowie als freistehendes Tischbein. Durch die Gewinde der Flansche lässt sich die Platte in einem Bereich von etwa 3cm in der Höhe verstellen.

Etwas über die breite Tischplatte führe ich eine weniger tiefe Platte auf der sich der Drucker und der Monitor unseres PCs befinden. Dadurch muss man zwar leicht schräg sitzen, wenn man den PC verwendet, was uns jedoch nicht stört, weil wir das Gerät kaum mehr einsetzen. Für kurze Verwendung ist schräges Sitzen dann auch kein großes Problem.

Die Wasserrohre verleihen der Tischplatte einen 'industriellen' Touch und geben dem Arbeitszimmer noch einen letzten, individuellen Kick.

Somit konnten wir das Arbeitszimmer in Summe um knapp über 3.100 Euro komplett einrichten. Inklusiver der IKEA Küchenmöbel, aller Zuschnitte vom OBI, den FittingsFlanschen und Wasserrohren, den Osram Unterbauleuchten und der Griffe von Aliexpress, die es auch auf Amazon gibt.

Mittwoch, 29. November 2017

Glasbruch beim Induktionskochfeld

Vermutlich kennen das viele LeserInnen: Man weiß oft nicht genau wie es passiert ist, aber ein wenig attraktiver Sprung ziert das Ceranfeld. Sprünge im Handy-Display gehören heute schon fast zum guten Ton, weil man damit zeigen kann, dass man aktiv ist und nicht nur zuhause rumsitzt. In Kochfeldern ist die Akzeptanz derzeit doch noch etwas geringer, weshalb ich das Kochfeld nicht so lassen wollte und mich um eine Reparatur oder einen  äquivalenten Ersatz bemühte.

Leider wählten wir vor knapp 6 Jahren ein Modell mit sehr guter Ausstattung und vor allem einer ziemlich hohen Leistung. Das ist für sich kein Nachteil, allerdings stellte sich schnell heraus, dass eine Reparatur auf Grund des hohen Ersatzteil-Preises von 325,- Euro alleine für das Glas, noch ohne Versand oder Montage, nicht ganz billig würde. Das Telefongespräch mit der freundlichen Bosch-Hausgeräte-Mitarbeiterin ergab dann letztendlich einen voraussichtlichen Reparatur-Preis von 500,- bis 550,- Euro. Damit hätten wir jedoch immer noch ein 6 Jahre altes, gebrauchtes Induktionskochfeld mit neuem Glas gehabt. Mit jedem danach auftretenden technischen Defekt hätten wir die kompletten Reparaturkosten somit verloren gehabt, weil sich ein Austausch der Induktionselemente oft einfach nicht mehr rechnet.

Also entschieden wir uns für eine Neuanschaffung. Hier durfte die Leistung und der Komfort natürlich jener des alten Modells nicht nachstehen. Und wegen des vorhandenen Ausschnitts musste das Kochfeld dann auch vergleichbar in der Größe sein.
Da wir mit dem BOSCH Kochfeld sehr zufrieden waren, wollten wir dem Hersteller treu bleiben. Also waren wir bei der Auswahl schon etwas eingeschränkt. Anfangs bot sich ein Modell, das dem kaputt gegangenem sehr ähnlich ist an. Dieses hätte in etwa 700 Euro gekostet, wäre also in rund 150 Euro teurer gewesen als ein Austausch der beschädigten Glasfläche.

Leider habe ich ein Problem mit Technik. Wenn es etwas besseres gibt, das im Vergleich mit dem schwächeren Gerät nur unwesentlich teurer ist, dann muss ich es haben. und genau das ist mit dem Kochfeld passiert. Auf meiner Internet-Recherche-Tour stellte ich fest, dass es das Nachfolgemodell unseres Kochfeldes mit einfachen Touch-Tasten am Kochfeld gibt, oder in einer verbesserten Version
mit TFT-Display und Touchfeld. Der Aufpreis von 300 Euro mag auf den ersten Blick hoch erscheinen und zugegebener Maßen ist er es auch auf den 2. und sogar auf den 3. Blick. 300 Euro muss man erst einmal verdienen! Aber auf der anderen Seite ist das Kochfeld eine Anschaffung, die sich auf viele Jahre rechnen soll. Und wenn man von mindestens 6 Jahren Haltbarkeit (länger hat unser letztes leider nicht gehalten) ausgeht, dann ist es ein Aufpreis von etwa 4 Euro im Monat und wenn man es auf die Nutzungstage rechnet, sogar nur 13,70 Cent pro Tag. So einfach kann man sich hohe Ausgaben schön rechnen :-)

Also suchte ich nach einem Händler bei dem ich das Kochfeld abholen konnte, weil ich dem Paketversand bei solch heiklen Geräten nicht wirklich vertraue. Höndl & Co ist ein Elektro- und Elektronikfachhändler im 9. Bezirk in Wien und bietet neben einer sehr guten Beratung auch noch absolute Spitzenpreise. Obwohl ich schon wusste was ich will, ließ ich mich beraten, um zu verhindern, dass wir dann ein teures Kochfeld besitzen, das wir nicht verwenden können, weil ich irgend etwas nicht bedacht hatte.
Bei der Beratung kam heraus, dass das von mir gewählte Kochfeld für uns ungeeignet wäre, weil dies in eine Arbeitsfläche integriert, also eingefräst werden müsste. Das für unsere Küche passende Modell musste über den Rand des Ausschnittes überstehen.

Preislich lag der Verkäufer bei Höndl & Co mit rund 1.000 Euro nur um 5 Euro über dem Billigstbieter im Internet, bot aber die Beratung und damit besseren Service.

Nach 3 Tagen war das Kochfeld abholbereit und ich fuhr noch mal in den 9. Bezirk, um das Teil zu holen. Natürlich hätte es auch eine Zustellung gegeben, die mit 50 Euro sogar Preislich in Ordnung gewesen wäre, aber ich bin halt ein Sparmeister und gebe nicht gerne noch mehr extra aus, wenn ich ohnehin schon tiefer in die Tasche greife als geplant. An betracht der Fahrzeit nach Wien und wieder heraus, hätte sich die Zustellung allerdings bereits gelohnt, weil ich mir knapp 3 Stunden Fahrzeit und sicher 4 Liter Treibstoff gespart hätte.

Noch am gleichen Abend nach der Abholung tauschte ich das alte Feld gegen das neue Modell aus. Der einfache Tausch war dann leider nicht ganz so einfach wie geplant, weil wir bei unserer Küche ein riesen Problem mit der Arbeitsplatte hatten. Diese Platte aus Akazien-Holz ist nämlich durch die Trocknung um ganze 3% geschrumpft. Das mag jetzt nicht besonders viel klingen, allerdings ist dadurch der Ausschnitt für das Kochfeld geschrumpft, und zwar um fast 1,5 cm in der Breite und über 1 cm in der Tiefe. Somit passte das neue Feld, das in beide Richtungen um etwas mehr als 1 cm größer war als das Alte nicht in den Ausschnitt. Und weil die Arbeitsplatte natürlich gut mit dem Unterbauschrank verbunden ist, ließ sie sich auch nicht so leicht auf das passende Maß zuschneiden. Ich musste mit Stichsäge und Vibrationsschleifer anrücken, um das Loch auf das benötigte Minimum Maß zu vergrößern. Dreck, Späne und massig Staub inbegriffen.

Natürlich muss man beim Umgang mit spannungsführenden Elementen immer die Sicherungen abschalten und sollte immer auch einen Spannungsprüfer verwenden, um wirklich sicher zu gehen, dass auf den Leitungen kein Strom mehr ist. Wenn man das beachtet, dann ist der Anschluss des Kochfeldes keine Hexerei. Obwohl ich sagen muss, dass es mich das Anschlussschema für das Feld etwas verwunderte. Hier gibt es nämlich nur die Optionen 1 Neutralleiter und 2 Phasen oder 2 Neutralleiter und 2 Phasen. Was mir fehlte bei der Aufschlüsselung ist der gebräuchlichste Anschluss mit einem Neutralleiter und 3 Phasen. Trotzdem ging der Anschluss einfach und war schnell erledigt. Wesentlich schneller als das Anpassen des Loches.

Nach fast zwei Stunden mühsamer Werkelei war das Ceranfeld endlich eingebaut und angeschlossen, und weitere 30 Minuten später war auch wieder alles sauber und ich konnte meine ersten Spiegeleier auf dem coolen neuen Induktionskochfeld braten. Das geht jetzt wesentlich einfacher als früher :-)

Musste man früher noch mühsam eine Kochstufe wählen und die
Eier braten, so kann man jetzt ganz einfach aus einem Assistenz-Menü auswählen was man zubereiten will. Die Pfanne wird auf die entsprechende Temperatur gebracht und ein Signalton zeigt an, dass man die Eier in die Pfanne geben kann. Nach 2 bis 6 Minuten (sagt der Assistent) sind die Eier fertig für den Verzehr. Vermutlich werde ich den Assi nicht so häufig benutzen, weil man doch wesentlich schneller ist, wenn man einfach kocht. Aber der Bratsensor erleichtert in manchen Fällen das Braten wirklich sehr. Vor allem, wenn man perfekte Steaks zubereiten will, wird man seine Freude damit haben.

Wir sind mit diesem TFT-Touch-Induktionskochfeld mit automatischer Topferkennung und flexiblen  Kochzonen auf jeden Fall zukunftssicher :-)

Mittwoch, 22. November 2017

Alarmanlage nachrüsten - MKT 1402 WiFi

Die Problemstellung

Immer häufiger wünschen sich Personen einen Schutz ihres Eigenheims, ihrer Wohnung oder auch von Büros und Geschäftslokalen. Dabei ist der beste Schutz vermutlich noch immer das ordentliche Verschließen der Fenster und Türen und im besten Fall ein Hund.

Wer, so wie wir, keinen Hund hat und trotzdem etwas möchte, das Alarm schlägt wenn ein ungebetener Gast versucht sich unbemerkt Zugang zu verschaffen, der wird um die Anschaffung einer Alarmanlage nicht umhin kommen. In unserem Fall war es leicht, da wir bereits beim Bau unseres Hauses darauf achteten, dass sämtliche Fenster und Türen mit Reed-Kontakten ausgestattet und die Leitungen für Brandmelder, Bewegungsmelder und Glasbruchsensoren an den gewünschten Orten verfügbar waren.

Nun haben nicht alle die Möglichkeit eine derartige Alarmanlage einzubauen. Gründe dafür gibt es einige, wenn man ein älteres Objekt besitzt und Einbauten zu teuer wären, oder in einem Mietobjekt eine keine Möglichkeiten hat oder die Genehmigung für Veränderungen bekommt.


  • Fenster und Außentüren verfügen nicht über Fensterkontakte (Reed-Kontakte)
  • es können keine Leitungen für Sensoren, wie Bewegungsmelder, Brandmelder oder Fensterkontakte verlegt werden
  • Leitungen könnten nur aufputz gelegt werden, weil das Aufstemmen der Wände verboten oder zu teuer wäre, was ziemlich bescheiden aussieht.
  • Man plant unter Umständen einen Wechsel der Wohnung, des Lagers oder Büros und möchte trotzdem eine vorübergehende Absicherung einbauen.

Das sind nur einige Beispiele dafür, wenn es schwierig bis unmöglich wird eine fix verdrahtete Anlage einzubauen.

Die Lösung setzt auf Funk.

Nun das ist ja nicht mehr ganz neu, denn Alarmanlagen mit Funksensoren sind schon seit vielen Jahren erhältlich und bereits durchaus erprobt. Hier gibt es auch schon eine sehr große Auswahl unterschiedlicher Modell mit stark differierenden Funktionen.

Ich probierte diesmal eine Nachrüstlösung von MKT, die es sowohl auf Amazon als auch direkt bei Multikontrade zu bestellen gibt. Schaut auch an wo es diese Anlage günstiger gibt, da die Preise auf beiden Webseiten abweichen. Mit rund 200 Euro ist man beim Basis-Set dabei.

Dieses arbeitet dann mit bis zu 50 Sensoren, die auf 433,92MHz digital kommunizieren. Der Vorteil ist, dass die niedrige Frequenz für eine gute Durchdringung von Mauern, Wänden und Decken ideal ist und die digitale Kommunikation gewährleistet, dass Alarmauslösende Faktoren zuverlässig erkannt werden ohne von Außen Störungen befürchten zu müssen.

Das Basis-Set

Für eine Wohnung im 2. Stock oder höher ist dieses Basis-Set mit Sicherheit ausreichend, weil man je nach Wohnungstyp vermutlich nur eine Eingangstüre und vielleicht eine Balkontür überwachen muss. Somit reichen zwei Fensterkontakte absolut aus. Für ein Haus oder eine ebenerdige Wohnung braucht es dann schon ein bisschen mehr. Die zusätzlichen Kontakte, Melder und Sensoren gibt es aber ebenfalls auf Multikontrade  und vermutlich auch auf Amazon.

Im Lieferumfang dieses Sets waren bei mir:

  • 1 Basisstation mit Netzteil
  • 2 Fensterkontakte zum Aufkleben
  • 1 720p Überwachungskamera für Indoor inkl. Netzteil
  • 1 Fernbedienung zum scharf- und unscharf schalten
  • 2 Betriebsanleitungen auf Deutsch für Basisstation und Kamera
  • Montagematerial


Wie gesagt kann man mit dieser Ausstattung bereits in den meisten Fällen für Sicherheit sorgen.

Die Installation

Mit diesem Set kann man in nur wenigen Minuten seine Wohnung absichern. Dazu muss man zuvor mal die 'DreamCatcher' App aus dem App Store laden und sich dort registrieren. Das ist meiner Meinung nach auch der einzige Mangel, dass man sich an der App mit Name, Geburtsdatum und Mailadresse verewigen muss. Finde ich schade, dass hier eigentlich unnötige Daten abgefragt werden.

Sobald man die App installiert hat kann man die Basisstation anstecken und den
WiFi Knopf drücken. Dadurch aktiviert man in der Alarmanlage einen Hotspot an dem man das Smartphone anmelden muss. Dann kann man über die App eine Verbindung der Alarmanlage mit dem eigenen WiFi herstellen. Sobald das passiert ist, kann man die Anlage bereits benutzen, da die mitgelieferten Fensterkontakte bereits an der Anlage angemeldet waren.

Die Fensterkontakte braucht man nur auf die zu überwachenden Fenster oder Türen kleben und die Batterie einlegen. Dann kann man entweder über die mitgelieferte Fernbedienung oder über die Handy-App die Anlage aktivieren oder deaktivieren.

Wird nun ein Kontakt unterbrochen, ertönt ein sehr lauter Alarm der eingebauten Sirene. Für eine Wohnung wird das bereits ausreichen, um Einbrecher abzuschrecken. Bei einem Haus sollte man sich die Anschaffung einer Außensirene überlegen, da man hier ja nicht Wand an Wand lebt und sich der Schall nicht so gut überträgt.

Die Basisstation lässt sich übrigen an die Wand montieren. Allerdings hat sie keine Manipulationssicherheit, da die Klappe über dem Stromanschluss keine Absicherung durch  Mikroschalter hat. Aber für eine Grundsicherung reicht es alle mal.

Die ebenfalls im Lieferumfang befindliche Indoor-Kamera mit 720p Auflösung ist ebenso schnell eingerichtet wie die Alarmanlage. Möchte man nur Bilder von der Wohnung empfangen, braucht es ur die Verbindung mit dem WiFi. Sollen die Bilder auch lokal auf der Kamera gespeichert werden, so benötigt man zusätzlich eine Mikro-SD-Karte.

Funktionalität



Diese Alarmanlage ist sehr intuitiv einzurichten und zu benutzen. Zusätzlich ist die deutsche Bedienungsanleitung eine große Hilfe, die einem keine Rätsel aufgibt. So kommt man schnell in den Genuss des vollen Funktionsumfanges. Dieser ist besonders gut erweiterbar, da es zusätzlich zu den mitgelieferten Fensterkontakten dann auch noch folgende Erweiterungsoptionen gibt:

  • Bewegungsmelder
  • Rauchmelder
  • Glasbruchsensoren
  • Wassermelder
  • Bewegungsmelder mit Solar-Stromversorgung
  • ein Tastenfeld
  • einen Panikknopf
  • Außen-Sirenen mit oder ohne Solar-Stromversorgung

welche dieser optionalen Elemente verfügbar sind muss man auf der Website des Anbieter prüfen.

So kann man bei dieser Alarmanlage zum Beispiel die Sensoren in verschiedene Zonen einteilen. Damit kann man zum Beispiel festlegen, ob man alle Sensoren scharf schalten möchte, wenn man nicht zuhause ist, oder ob man gewisse Sensoren inaktiv lässt während andere scharf sind. Das kann praktisch sein, wenn man die Fenster überwachen möchte ohne die Bewegungsmelder scharf zu schalten, falls man selbst zuhause ist oder unter Tags etwa ein größerer Hund daheim bleibt.

Außerdem ist es ja auch wünschenswert, wenn Brandmelder scharf sind und man sich trotzdem in der Wohnung bewegen kann.

Die Alarmanlage alarmiert über die eingebaute Sirene und falls vorhanden über Außen-Sirenen. Zusätzlich wird eine Push-Nachricht an alle verbundenen Smartphones geschickt, die eine kurze Beschreibung zum Alarmereignis enthält. So kann man dann von Unterwegs zum Beispiel einen Blick über die enthaltene Kamera in die Wohnung werfen und gegebenen Falls den Alarm deaktivieren.
Hier noch ein kleines Beispiel vom eingebauten Alarm

Besonderheit

warum ich mich besonders für diese Alarmanlage zum Nachrüsten interessierte, ist die Möglichkeit der Steuerung über Amazons Echo. Das ist nämlich wirklich toll, weil man die Anlage scharf schalten kann indem man seine Stimme benutzt. Mit dem Kommando "Alexa, sag Dreamcatcher einschalten" wurde der Alarm mit 60 Sekunden Verzögerung aktiviert. Dabei kann man sich durch das Kommando aussuchen ob man den Alarm für alle Zonen oder mit Ausnahmen aktivieren will.

Das ist so richtig cool. Und weil Alexa bekanntlich auf jeden hört, und es daher nicht besonders schlau wäre ihr die Möglichkeit zu geben den Alarm zu deaktivieren, muss man das Ausschalten des Alarms trotzdem über das Smartphone oder die Fernbedienung sowie über das optionale Tastenfeld durchführen. Das ist mir aber auch wesentlich lieber, weil es sicherer ist.

FAZIT

Diese Alarmanlage lässt sich in jeder Umgebung kinderleicht nachrüsten und überzeugt durch einfaches Handling und eine gute Ausstattung. Das Alexa-Feature ist einfach nur cool und auch praktisch, weil dadurch auch Kinder den Alarm gerne aktivieren (unsere Kinder steuern leidenschaftlich gerne mit Alexa). Vielseitige Sensoren und eine gute Erweiterungsmöglichkeit zu einem vernünftigen Preis runden das Ganze dann noch ab. Wenn man etwas negatives finden möchte, dann ist der fehlende Manipulationsschutz an der Basis und die Abhängigkeit vom WiFi zu erwähnen. Da es keinen SIM-Karten-Slot gibt und keine Verbindung über GSM möglich ist, bekommt man keine Alarmmeldungen aufs Handy, wenn zuhause der Strom ausfällt. Die Alarmanlage funktioniert auf Grund der eingebauten Backup-Batterie allerdings auch  eine Zeit lang ohne Stromnetz und kann daher auch alarmieren, wenn der Strom weg ist. Die Sensoren arbeiten ja auch mit Batterien.

Möchte man die Anlage mal entfernen, weil man zB. umzieht, dann kann man die gesamte Anlage problemlos mitnehmen.



Freitag, 29. September 2017

Kaminholz für den Ofen

Der Winter kündigt sich schön langsam durch niedrige Temperaturen in der Nacht an, und so kamen wir dieses Mal zwar etwas spät aber doch zu dem Punkt an dem Wir Brennstoff für unseren Ofen im Wohnzimmer brauchten.

In den ersten beiden Jahren kauften wir Holzbriketts in großen Mengen. Jeweils eine knappe Tonne pro Palette. Im ersten Jahr verheizten Wir etwas mehr als 1,2 Tonnen Briketts. Im zweiten Jahr war es etwas weniger, da die Qualität der Briketts besser war.

Letztes Jahr entschieden wir uns dazu die Briketts einfach im Baumarkt zu kaufen, sobald wir welche brauchten. Der Vorteil war, dass wir die in Summe knapp mehr als 100 Packungen zu je 10kg immer dann in kleinen Mengen kauften, wenn der Vorrat ausging und wir uns damit nicht um die Lagerung kümmern mussten. Preislich ist diese Lösung zwar etwas teurer, aber nicht wesentlich. Wir kauften auch immer die gleiche Marke und den gleichen Typ an Briketts im gleichen Markt, damit wir die gewohnte Qualität erhielten. Leider sehen die Baumärkte das etwas anders, weil die Briketts in der Packung mit Sicherheit nicht immer aus der gleichen Fertigung kamen. Das fiel uns vor allem bei der letzten Charge besonders stark auf, da diese Briketts einen etwas höheren Durchmesser und vor allem extrem starke Rauchentwicklung hatten. Keine Ahnung was letztendlich das Problem war, aber die letzten 10 Packungen Holz-Briketts brannten nicht ordentlich. Ganz im Gegenteil, denn mehr als dunkler Rauch war nicht aus den Briketts zu holen. Das führte letztendlich dazu, dass es im gesamten Haus nach Ruß roch, und ich mich dafür entschied nicht mehr mit Holz-Briketts zu heizen.

Also musste ich mich nach einer anderen Lösung umsehen. Dass es sich um Scheitholz handeln würde war klar. Also suchte ich Buchen-Scheitholz das zumindest ein Jahr, besser noch zwei Jahre gelagert wäre, damit es halbwegs trocken ist. Für unseren Ofen ist Holz mit einer Restfeuchte von maximal 22% noch verwendbar. Je trockener desto besser.

Da wir uns erst Anfang September umsahen, waren die meisten Händler schon komplett ausverkauft. Viele konnten überhaupt nur noch frisches Holz anbieten, das wir mangels Lagermöglichkeit nicht bei uns trocknen lassen können. Daher mussten wir eine Lösung suchen, bei der wir an trockenes Scheitholz kämen.

Unsere Wahl fiel letztendlich auf Kaminholz das gereinigt und im Scheitholztrockner getrocknet wurde. Da unser Ofen nur 30cm tief ist, entschieden wir uns zudem für den Kauf von 25cm langen Scheiten, denn die lassen sich nicht nur besser lagern, sondern auch besser in unserem Ofen verbrennen. Der Preis für die kürzeren Scheite ist etwa um 10% höher, hat sich in unserem Fall aber gelohnt.

Die Lieferung erfolgte innerhalb von wenigen Stunden nach der Bestellung, was an Betracht der aktuellen Liefersituation bei den meisten Lieferanten unglaublich war. Die meisten anderen Anbieter konnten etwa 3-6 Wochen als Lieferzeitraum angeben. Das Kaminholz bestellte ich online und hatte knapp 2,5 Stunden später das Holz in der Einfahrt liegen.

Wir bestellten 6 SRM (Schüttraummeter) und verstauten einen Teil davon in unserem Vorzimmer unter der Treppe. Für den Rest zimmerte ich schnell aus OSB Platten einen trockenen Lagerplatz zusammen, den ich außen mit Wetterschutzfarbe strich, damit die Platten im Winter nicht aufziehen und das Holz dann in den Regen fällt.Nach dem Schlichten des Scheitholzes blieben letztendlich 4,12 RM (Raummeter) Buchenholz übrig. Ich hätte gehofft, dass es etwa 4,5 RM wären, aber das Volumen ist im Rahmen.

Das Besondere an diesem Holz ist, dass es gereinigt, frei von Rinde, Staub und Ungeziefer ist und durch die Trocknung im Scheitholztrockner nur 15% Restfeuchte hat. Dadurch eignet es sich perfekt zur Lagerung im Wohnbereich, weil man sich  keine Tiere und Insekten in die Wohnung holt. Vor allem der Holzbock ist ein unbeliebter, aber häufiger Besucher. Obwohl das Buchenholz sehr trocken ist verströmt es einen angenehmen, aber eher dezenten Geruch.

Durch die sehr geringe Restfeuchte brennt das Scheitholz sehr gut an und hat einen verhältnismäßig hohen Heizwert im Vergleich zu den Resten des Scheitholzes, das wir noch vom letzten Winter übrig, und im Wohnzimmer völlig ausgetrocknet hatten. Das Kaminholz brennt mit sehr geringer Rauchentwicklung. Weitaus weniger als die Holzbrikettes, die wir immer verwendeten.

Zum Anheizen verwenden wir die Polarwasser Bio Anzünder. Das sind Anzünder aus in Wachs getränkter, gewickelter Holzwolle, die wir bei Amazon im 5kg Karton kauften. Im Vergleich zu anderen
Anzündern brennen diese Holzwollmäuse länger, heißer und mit geringerer
Rauchentwicklung.  Das liegt daran, dass die Holzwolle in Wachs getränkt ist und nicht nur damit besprüht wurde. Das Wachs dürfte parafinfrei sein. Die Anzünder verströmen einen dezenten Holzgeruch, sind aber sonst weitgehend Geruchlos.

Da die Anzünder sowohl intensiv als auch, mit 8-10 Minuten Brenndauer, lange genug brennen, um die Kaminholzscheite zum Brennen zu bringen, brauchen wir zum Anheizen jeweils nur einen Anzünder. Dadurch wird die 5kg Kiste vermutlich leicht über zwei Heizsaisonen reichen.