Sonntag, 15. September 2019

Regenentwässerung ohne Kanalanschluss

Nachdem wir zwar in der Straße einen Kombikanal für Schmutzwasser und Regenwasser haben, diese aber beim Bau vor rund 25 Jahren viel zu klein für die Siedlungsgröße dimensioniert wurde, dürfen wir kein Regenwasser in den Kanal einleiten. Zahlen müssen wir für diese Option allerdings trotzdem, weil es ja per Definition ein Kombikanal ist. Diese Rechtsauslegung mag verstehen wer will, mir erschließt sich die Logik nicht. Das ist als ob man sich ein Auto mit 4-Zylinder-Motor kauft und auch dafür bezahlt, später aber nur einen Zylinder davon nutzen darf. Egal. Wir mussten also wieder mal schauen, dass das Regenwasser auf unserem Grund versickern kann.

Da die Zisterne ohnehin schon ausreichend vom Hausdach gespeist wird, überlegte ich mir nun einen Möglichkeit zumindest ein Wenig des anfallenden Regenwassers für die Pflanzen im nebenliegenden Hochbeet zu nutzen. Dieses Hochbeet ist gemauert und misst 6 x 0,9 Meter bei einer Innenhöhe von 90 cm. Das sind rund 4,9 Kubikmeter Erde.

In dem Beet werden in Kürze Kirschlorbeer Pflanzen gesetzt. Die vertragen schon etwas Wasser, wenn es mal stärker regnen sollte. Also habe ich nun den Sinkkasten in die Ecke des Hochbeets gesetzt und lasse davon ausgehend ein Kanalrohr einmal komplett durch das Beet verlaufen. Am
Ende des Beetes führt die Leitung nach unten in ein weiteres Rohrstück mit knapp 4 Metern. Die Rohre sind an der Unterseite alle 10-15 cm angebohrt, damit das Regenwasser das durch die Rohre fließt ins Erdreich abfließen kann. Je mehr Regenwasser durch die Leitung fließt, umso mehr geht davon in das Bodenrohr, das direkt in eine Drainage-Schicht aus grobem Rollschotter entwässert.

Sollte der Boden gesättigt sein und das komplette Rohr mit Regenwasser gefüllt sein, so läuft das Wasser über einen Überlauf in ein weiteres Rohrsystem, das in der Zisterne mündet. So versuche ich zu verhindern, dass unser Hochbeet bei einem Starkregen geflutet wird. Kann der Boden kein Wasser mehr aufnehmen, so fließt es einfach über den Überlauf ab.

Durch diese Konstruktion hoffe ich einen Großteil des Regenwassers das sich auf unserem Sitzplatz sammelt im Hochbeet versickern lassen zu können.

Eine ähnliche Maßnahme wurde für den Feuerplatz notwendig, da der runde Platz mit einem Durchmesser von etwa 3,8 Metern in etwa 5-6 cm Gefälle in Richtung Rasen benötigt hätte. Dadurch wäre der Boden ziemlich schräg geworden, was uns nicht gefallen würde. Also überlegten wir das Gefälle in das Zentrum des Platzes zu machen und dort eine Grube mit Schotter zu füllen.

Ich hob ein Loch mit ca. 30 cm Durchmesser aus, das ich 90 cm tief
grub. Dieses Loch füllte ich ca. 60 cm hoch mit 3/6 Rollschotter auf bevor ich in den oberen Bereich ein DN110 Abflussrohr mit rund 30 cm Länge setzte. Um dieses Rohr füllte ich nun das restliche Loch mit Schotter auf. In der Drainage-Schicht aus grobem Schotter hat etwa 20 Liter Kapazität. Sollte in kurzer Zeit mehr Regen fallen, so wird das Wasser im Zentrum des Feuerplatzes stehen und nur langsam abfließen, da es im Boden versickern muss. Aber damit werden wir vermutlich leben können und auch müssen, da ein Anschluss an die Zisterne viel zu aufwendig gewesen wäre.

Dienstag, 10. September 2019

Der Feuerplatz entsteht

Die konstruktiven Arbeiten haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber den bisherigen Arbeiten: man sieht laufend Fortschritte, und kann sich auch leichter Vorstellen wie es in Kürze aussehen wird in unserem Garten.

Heute wurde die Natursteinmauer um den Feuerplatz fertig. Die Mauer fasst einen runden Platz mit etwa 3,5 Metern Innendurchmesser ein. Der Platz wird später mit roten Granitsteinen gepflastert und soll, wenn alles nach Plan verläuft, eine Feuerschale mit Grillring im Zentrum stehen haben.
An der Rückseite erkennt man eine Vertiefund in der Mauer. Dort werden wir eine Stehleuchte aus Cortenstahl der Firma SLV hinstellen. Das Modell nennt sich Rusty Slot 80 und ist entsprechend des Names 80 cm hoch. Somit wird die Leuchte perfekt in die Aussparung der 80 cm hohen Natursteinmauer passen. Für die Befestigung wurde bereits der entsprechende Erdspieß einbetoniert und ein Anschlusskabel gelegt. Die Leuchte selbst kommt erst an ihre Position, wenn der Boden gepflastert wurde. 

Jetzt wo der Platz innerhalb der Mauern etwas gesäubert wurde, kann man sich das auch schon recht gut vorstellen. Interessanter Weise wirken Räume wesentlich größer sobald die Mauern stehen. Als noch die Markierungen am Boden waren, sah alles etwas klein au, aber jetzt kann ich mir schon gut vorstellen, wie der Platz mit einer mittig platzierten Feuerschale wirken wird.

Für später überlege ich auch noch Sitzgelegenheiten an der Oberseite der Mauer anzubringen. Aber das hat noch Zeit.

Dienstag, 3. September 2019

Die Natursteinmauern

Nachdem die Einfriedung so gut wie fertig betoniert ist, konnten die Fundamente für die Natursteinmauern vorbereitet werden. So lässt sich bereits ein bisschen abschätzen wie die Bereiche später aussehen werden.

Damit die Arbeiter mehr Zeit für das Mauern aufwenden können, habe ich mal über eine Tonne Gneis von der Straße in den Garten geführt und dort nebeneinander aufgelegt. Dadurch kann man etwas besser wählen und die passenden Steine finden, was bei Natursteinen nicht ganz einfach ist. Schließlich unterscheiden sich die Steine in Form und Größe massiv.

Beim Mauern muss man sich auch entscheiden auf welcher Seite die Steine sauber gelegt werden, da diese ja unterschiedlich groß sind. Die Innenseite der Beete sieht dadurch nicht besonders sauber aus, was uns letztendlich ja egal sein kann, weil wir die Innenseiten hoffentlich nie wieder zu Gesicht bekommen.

Jetzt müssen an der Innenseite der Beete nur noch die Teerpappen aufgeflämmt werden, um zu verhindern, dass später das Regenwasser, oder die Feuchtigkeit der Erde durchdringt und dadurch die Mauer beschädigt. Schließlich wollen wir ja lange Freude haben damit und nicht bereits nach dem ersten Winter mit Sanierungen beginnen.

Beim vorderen großen Beet haben wir eine Besonderheit eingebaut. Nämlich einen Abfluss für einWaschbecken. wir haben uns nämlich dazu entschlossen eine kleine Outdoor-Küche zu bauen in der wir den Weber Kugelgrill, einen Gasgriller zum Einbauen und ein Waschbecken unterbringen werden. Damit das Wasser später auch ohne Kanalanschluss ablaufen kann, griff ich zu einem kleinen Trick der sich auch schon im Garten meiner Eltern bewährte. Der Abfluss mündet nämlich in einem gelochten Drainagerohr das einmal längs durch das Hochbeet führt. Da das Rohr eine Länge von 6 Metern und einen Durchmesser von 10cm hat nimmt es bis zu 50 Litern Wasser auf einmal auf, das dann langsam versickern kann. Wobei klar ist, dass man in diesem Waschbecken keine Reinigungsmittel verwenden darf, da alles was hier abfließt ins Erdreich eindringt.

Uns ging es bei der Idee eher darum einen Wasseranschluss für Frischwasser zu haben und eine Möglichkeit sich schnell mal die Hände zu spülen. Dafür reicht es allemal.