Donnerstag, 22. August 2019

Einfriedung mit Hochdruck

Die Zuversicht steigt, dass ein großer Teil der Bauarbeiten vor dem Herbst noch erledigt sein könnte, denn im Moment geht ordentlich was weiter auf der Baustelle.

Nachdem die Arbeiten diese Woche seit Montag wieder im Gange sind hat sich bereits einiges getan auf unserer Baustelle. So wurden die Schalsteinmauern entlang der Straße und entlang der Einfahrt des Nachbarn bereits geschalt und betoniert. Auch die Mauer im Osten zum Nachbarn hin ist bereits auf der richtigen Höhe inklusive Betonkranz fertig gestellt.

Aus Gründen der Stabilität und auch der Zeitersparnis entschieden wir uns die Außenmauer für die Pooltechnik doch nicht aus alten Tonziegeln, sondern aus Betonschalsteinen machen zu lassen. Die sind wesentlich einfacher und schneller zu verarbeiten. Und da wir diese Wände nicht sehen werden ist es aus optischen Gründen auch nicht nötig sie besonders attraktiv auszuführen.

Derzeit arbeiten die Bauarbeiter an dieser Außenmauer des Technikraumes unseres Pools und sorgen für das passende Fundament für die Ziegelsteinmauer aus alten Ziegeln, zu der mir bereits auch ein Design vorschwebt.


Auch die letzten Fundamente für die Eingangsüberdachung sind bereits betoniert und es geht mit Hochdruck an die Nivelierung des Bodens vor unserem Hauseingang. Für diesen Bereich habe ich bereits unseren Nachbarn gebeten eine Rüttelplatte zu besorgen, damit ich am Wochenende den lockeren Boden verdichten kann. Dadurch möchte ich verhindern, dass es später zu Setzungen der Pflastersteine kommt.

Wenn alles glatt geht, dann sollten die Betonarbeiten an den Außenmauern diese Woche noch abgeschlossen werden. Eventuell auch die Arbeiten am Streifenfundament entlang des Hauses. Im Bereich des Autoabstellplatzes wird eine Betonplatte betoniert, die sich über das Streifenfundament zieht, daher kann diese erst nächste Woche gemacht werden. Ich hoffe, dass der Boden der Einfahrt eventuell auch schon morgen soweit begradigt ist, dass ich eine Runde drüber rütteln kann, um das Material schon mal zu verdichten.


Dienstag, 20. August 2019

Lieferung der Pflastersteine

Ursprünglich war geplant, dass die Bauarbeiten bereits etwas weiter fortgeschritten wären, weshalb die Lieferung der Bodenbeläge bereits für diese Kalenderwoche 34 eingeplant wurden. Da die Arbeiten jedoch etwas später begannen, ist bislang auch das Material für die Natursteinmauern noch nicht verarbeitet. Glücklicherweise hatten wir vorsorglich einen größeren Parkraum bei der Gemeinde für die Lagerung der Materialien beantragt, und natürlich auch dafür bezahlt. So gab es nun kein Problem mit dem Platz für die Steine. Das nicht zuletzt, weil der Fahrer des LKWs die Paletten fein säuberlich geschlichtet hat.

Somit ist wirklich alles vorhanden, was die Bauarbeiter in den nächsten Wochen verarbeiten werden. Bereits mit der ersten Lieferung die Ende Juni ankam, wurden die Natursteine geliefert. Für die Innenmauern sind fast 12 Tonnen gespaltener Gneis in Blöcken vorhanden. Diese werden dann mit Mörtel vermauert, was dem Ganzen mehr Stabilität verleit und nicht ganz so aufwendig ist wie das Legen der Natursteine. Werden die Steine nur gelegt, dann muss sehr genau gearbeitet werden, und es müssen auch immer passende Steine gefunden werden, was ziemlich viel Zeit braucht. Der Gneis zeichnet sich durch einen hohen Eisenanteil aus wodurch sich an der Oberfläche der Steine leichter Rost bildet.

Für den Brunnen stehen uns gut 1,5 Tonnen Alpenquarzit zur
Verfügung. Dieser ist etwas heller als der Gneis und glitzert leicht in der Sonne. Auch der Brunnen wird mit Mörtel gemauert und wir werden versuchen die sehr unterschiedlichen Größen zu einen möglichst natürlich aussehenden Brunnen zu verarbeiten. Ebenfalls bei der ersten Lieferung dabei waren die roten Granitpflastersteine für den Feuerplatz und die Pflastersteine aus Porphyr für den Weg der alle Bereiche miteinander verbindet. Diese Pflastersteine bringen ein bisschen einen rustikalen Touch in die Gartengestaltung.

Heute kamen nun die Bodenbeläge dazu. Zuerst dachte ich, dass uns die Firma Schappelwein vergessen hätte, da ich nicht damit gerechnet hätte noch kurz vor 18 Uhr eine Lieferung zu erhalten. Allerdings war der Fahrer scheinbar so ausgelastet, dass es sich einfach nicht früher ausging.

Nachdem uns nur noch knapp 12 Meter Fläche vor unserem Grundstück zur Verfügung standen, hatten wir ein bisschen Sorge, dass sich das ganze Material dort nicht ausgehen würde. Da die Steine allerdings auf Europaletten geliefert wurden, und daher auch bedingt stapelbar waren, konnte der Fahrer jeweils zwei Paletten übereinander stellen. So ging es sich mit dem Platzt genau aus.


Vor allem die 100 Quadratmeter Beton-Pflastersteine für die Einfahrt und den Eingangsbereich beanspruchten eine Menge Platz, da die Steine 5 cm Hoch sind. Hier wurden zwei verschiedene Größen geliefert, damit das Verlegemuster später nicht zu regelmäßig aussieht.

Für einen kleinen Teil der Pool-Terrasse bestellten wir Betonplatten in Holzoptik. Sie sehen ein bisschen wie alte Bahnschwellen aus und haben eine schöne Oberflächenstruktur. Da Beton aber nicht anfällig für Witterungseinflüsse ist, eignen sich diese Steine besonders für die Verwendung als Sonnendeck neben dem Pool.

Dieses Sonnendeck wird, wie der Pool, durch Travertin Ruggiato
eingefasst. Dieser Boden hat unterschiedliche Farbtöne zwischen Vanille und einen zarten Rotton. Für die Pool-Terrasse wählten wir 60 x 40 cm große Steinplatten, denn hier ist schon durch die unterschiedlichen Farben ausreichend Abwechslung gegeben.

Beim Sitzplatz wird schlussendlich ein vanillefarbener Travertin im Römischen Verband gelegt. Diese Verlegeform ist auch nicht viel aufwendiger, weil sich das Verlegemuster ständig wiederholt. Man muss lediglich ein bisschen aufpassen nicht durcheinander zu kommen.

Damit uns keine Steine oder Platten abhanden kommen, oder wir zumindest sehen wie sie entwendet wurden, montierte ich wieder die Kameras zur Überwachung des Außenbereichs. Diese Senden die Bilder dauernd an die Cloud, wo ich dann im Falle eines Falles die gespeicherten Videos ansehen und einen etwaigen Diebstahl nachvollziehen kann.



Sonntag, 18. August 2019

Wasser & Strom

Wie immer vergeht kein freier Nachmittag und kein Wochenende ohne Arbeit auf unserer Gartenbaustelle. Schließlich ist es uns nicht möglich alle Arbeiten an Professionisten zu vergeben, da uns dafür schlichtweg das Geld fehlt.

Diesmal war die Verlegung der Wasserrohre für die Bewässerung und die der Schläuche und Kabel für die Elektrik dran.

Die Wasserleitung, die wir letztens aus unserem Haus heraus führten verlegte ich nun an der Einfriedungsmauer entlang bis hin zum
zukünftigen Technikraum beim Pool. Dort wird das Wasser später auf die verschiedenen Bewässerungskreise verteilt. Dafür haben wir einen Bewässerungscomputer mit 11 Kreisen gekauft.

Vom Technikraum ausgehend führen nun sechs Kreise zum Rasen und den unterschiedlichen Hochbeeten. Außerdem führen von dort auch die Panzerschläuche der Elektroleitungen zu den Punkten an denen die Rostleuchten und die Steckdosen später angebracht werden.

Zu diesem Thema wird es später einen ausführlichen Beitrag geben.

Donnerstag, 8. August 2019

Es wird wieder betoniert

Nun geht es wieder ein bisschen weiter. Nachdem den Arbeitern das Material ausgegangen ist und sie auf die Schotterlieferung warten mussten, konnten sie nun damit beginnen die Schalsteine mit Beton zu füllen.

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn sie haben die 15 Laufmeter an der Straße zu etwa 70% gefüllt und konnten auch entlang der Einfahrt des Nachbargrundstücks bereits die Hälfte der Länge bis zu rund einem Drittel der Höhe füllen. Außerdem wurden die Steine des Streifenfundaments im Norden bereits etwas gefüllt.

Sollte es in diesem Tempo weitergehen, dann sehe ich allerdings mehr als Schwarz für den geplanten Fertigstellungstermin im Oktober. Da wird es schon schwierig, dass die Fundamente rechtzeitig fertig sind, damit der Zimmerer in zwei Wochen das Naturmaß für die Stützen nehmen kann.

Dienstag, 6. August 2019

Die WTF-Mauer

Wir ließen uns einen Plan für den Garten von einer Gartenarchitektin erstellen, der zugegebener Maßen nicht zu 100% aussagekräftig und auch nicht immer ganz nach Önorm ist. Aber dafür bin ich ja nahezu andauernd auf der Baustelle, um etwaigen Unklarheiten entgegen zu wirken.

Gestern war ich mittags auf der Baustelle und besprach mit dem Polier die Einfriedung. Wo welche Höhe geplant ist, wie viele Reihen Betonsteine dann nötig wären und das neben dem Pool später auf dem Betonfundament eine Ziegelmauer aus gebrauchten Tonziegeln gemauert würde. Wir zeichneten das alles auch hübsch mit dem Stift auf den bestehenden Mauern an.

Als ich am Abende nach Hause kam, traf mich beinahe der Schlag. Die Mauer neben dem Pool, die als Fundament für die Tonziegel dienen sollte, war 5 Reihen hoch aufgeschlichtet. Also statt 30 cm war sie nun über einen Meter hoch. Glücklicherweise war das Ganze noch nicht betoniert, sondern vorerst nur gelegt.

Gleich in der Früh rief ich heute beim Polier an und sagte ihm, dass das nicht stimmen würde. Natürlich war es meine Schuld, weil ich das alles ganz anders gesagt hätte. Wobei ich eines sicher weiß, nämlich dass ich ganz genau sage was wann wo hingehört. Leider fehlt mir einfach die Zeit und die rechtliche Grundlage, sonst würde ich mir Urlaub nehmen und die Baustelle mit  ein paar Flüchtlingen innerhalb eines Monats pipipein und supergünstig fertig machen. Aber das ist halt nicht erlaubt in Österreich.

Egal. Als der Polier da war dämmerte es ihm, dass ich unter Umständen doch gesagt hätte wie es zu machen wäre. Da es aber heute wie aus Schaffeln schüttete, mussten die Arbeiter unverrichteter Dinge wieder abziehen. Toll, dass es nur knapp 30 Minuten später aufklarte und den ganzen Tag schön blieb.

So hatte ich das Vergnügen am Abend die WTF-Mauer wieder abzubauen. Und zwar auf das Maß das sie haben sollte. Dabei führte ich gleich die Betonschalsteine mit der Scheibtruhe nach hinten auf dem Grundstück, wo sie eigentlich hingehörten. Außerdem führte ich auch gleich eine komplette Palette Betonsteine von ganz vorne nach hinten, damit die Arbeiter morgen nicht wieder den halben Tag mit Steineführen verschwenden müssen. Mich kostete das alles gerade mal intensive und kräfteraubende 90 Minuten, weil ich statt zwei Schalsteinen immer gleich 5 Stück in die Truhe packte.

Samstag, 3. August 2019

Der Kampf mit der Wasserleitung

Als wir vor 7 Jahren unseren Garten zum ersten Mal gestalteten, dachten wir noch, dass die Kanalgebühren sich am Wasserverbrauch orientieren würden, und wir daher gut beraten wären für die Bewässerung des Gartens möglichst wenig Wasser aus der Leitung zu verschwenden. Daher richteten wir die komplette Bewässerung auf die Verwendung des Zisternenwassers aus und installierten dafür im Pool-Schacht ein Hauswasserwerk, damit genug Druck vorhanden wäre für die Bewässerung.

Mittlerweile wurden wir eines Besseren belehrt, denn jetzt wissen wir, dass in Niederösterreich die Nutzfläche zur Berechnung herangezogen werden und man nicht belohnt wird, wenn man Wasser spart. Diesem Umstand tragen wir nun Rechnung, und schließen die Gartenbewässerung ans örtliche Wassernetz. Das hat den Vorteil, dass nun endlich das andauernde Nachfüllen der Zisterne in Trockenperioden weg fällt. Auch die verstopften Ventile sollten damit endlich der Vergangenheit angehören, da wir ja in Zukunft sauberes Wasser aus der Leitung verwenden.

Bis es allerdings soweit ist, muss das Wasser erst einmal vom Haus zum Pool gelangen, wo es später durch die Bewässerungsanlage auf die verschiedenen Stränge aufgeteilt wird.

Wir planten die Leitungen aus unserem Haus durch ein, mittels 35 mm starkem Mauerbohrer gebohrtes, Loch hinaus zu führen. Allerdings bräuchten wir zwei Löcher, da wir auch zwei Leitungen aus dem Haus führen wollten. Das ist natürlich nicht so lässig, wenn man das Haus gleich doppelt anbohrt. Außerdem würden die Leitungen dann sehr oberflächennahe aus der Wand austreten.

Da wir uns düster dran erinnern konnten, dass wir die Wasserleitung bei der Installation durch ein Abflussrohr durch die Bodenplatte ins Haus führten, machte ich mich am Samstag auf die Suche nach dem Austrittspunkt des Wassers. Zuvor versuchte ich über ein Foto aus dem Inneren zu klären ob es wirklich ein Rohr gab. Und es gab eines, wie das Foto eindeutig zeigte.

Jetzt musste ich nur noch das andere Ende des Rohres an der Außenseite des Hauses finden und hoffen, dass es nicht durchgängig bis zum Wasserschacht in unserer Einfahrt geführt würde.

Also maß ich den Abstand zu den Wänden und machte mich dann auf der
Außenseite auf die Suche.

Nach einiger Zeit wurde ich dort auch fündig und dachte zuerst, dass das auf dem Foto sichtbare Abflussrohr mein gewünschtes Ziel darstellen würde. Glücklicherweise grub ich noch weiter, denn wenn ich das Rohr geöffnet hätte, dann wäre das ein sprichwörtlicher Griff in die Scheiße gewesen. Das gesuchte Rohr der Wasserleitung befand sich nämlich wenige Zentimeter daneben und ein kleines Stück hinter der Dämmung.

Damit das Einführen der Wasserleitung etwas schwerer wurde, hatten wir direkt hinter der Dämmung einen 90 Grad Bogen, durch den wir die steifen Wasserrohre bringen mussten. Mit einigen Biegen und noch mehr Drücken und Schieben, hatte ich dann nach etwas mehr als zwei Stunden die beiden Wasserrohre dort wo ich sie haben wollte. Zudem führte ich dann noch ein Elektro-Leerrrohr ein, damit wir dort eine 5-polige Mantelleitung und eine Busleitung für den KNX durchschieben konnten.

Abschließend verschlossen wir den Zugang wieder mit Montageschaum, damit sich nicht die erstbeste Wühlmaus einen Zugang zu unserem Haus schaffen kann. Wobei, die müsste erst den knappen Meter durch das glatte Rohr nach oben steigen bevor sie bei uns einbrechen könnte.