Mittwoch, 22. November 2017

Alarmanlage nachrüsten - MKT 1402 WiFi

Die Problemstellung

Immer häufiger wünschen sich Personen einen Schutz ihres Eigenheims, ihrer Wohnung oder auch von Büros und Geschäftslokalen. Dabei ist der beste Schutz vermutlich noch immer das ordentliche Verschließen der Fenster und Türen und im besten Fall ein Hund.

Wer, so wie wir, keinen Hund hat und trotzdem etwas möchte, das Alarm schlägt wenn ein ungebetener Gast versucht sich unbemerkt Zugang zu verschaffen, der wird um die Anschaffung einer Alarmanlage nicht umhin kommen. In unserem Fall war es leicht, da wir bereits beim Bau unseres Hauses darauf achteten, dass sämtliche Fenster und Türen mit Reed-Kontakten ausgestattet und die Leitungen für Brandmelder, Bewegungsmelder und Glasbruchsensoren an den gewünschten Orten verfügbar waren.

Nun haben nicht alle die Möglichkeit eine derartige Alarmanlage einzubauen. Gründe dafür gibt es einige, wenn man ein älteres Objekt besitzt und Einbauten zu teuer wären, oder in einem Mietobjekt eine keine Möglichkeiten hat oder die Genehmigung für Veränderungen bekommt.


  • Fenster und Außentüren verfügen nicht über Fensterkontakte (Reed-Kontakte)
  • es können keine Leitungen für Sensoren, wie Bewegungsmelder, Brandmelder oder Fensterkontakte verlegt werden
  • Leitungen könnten nur aufputz gelegt werden, weil das Aufstemmen der Wände verboten oder zu teuer wäre, was ziemlich bescheiden aussieht.
  • Man plant unter Umständen einen Wechsel der Wohnung, des Lagers oder Büros und möchte trotzdem eine vorübergehende Absicherung einbauen.

Das sind nur einige Beispiele dafür, wenn es schwierig bis unmöglich wird eine fix verdrahtete Anlage einzubauen.

Die Lösung setzt auf Funk.

Nun das ist ja nicht mehr ganz neu, denn Alarmanlagen mit Funksensoren sind schon seit vielen Jahren erhältlich und bereits durchaus erprobt. Hier gibt es auch schon eine sehr große Auswahl unterschiedlicher Modell mit stark differierenden Funktionen.

Ich probierte diesmal eine Nachrüstlösung von MKT, die es sowohl auf Amazon als auch direkt bei Multikontrade zu bestellen gibt. Schaut auch an wo es diese Anlage günstiger gibt, da die Preise auf beiden Webseiten abweichen. Mit rund 200 Euro ist man beim Basis-Set dabei.

Dieses arbeitet dann mit bis zu 50 Sensoren, die auf 433,92MHz digital kommunizieren. Der Vorteil ist, dass die niedrige Frequenz für eine gute Durchdringung von Mauern, Wänden und Decken ideal ist und die digitale Kommunikation gewährleistet, dass Alarmauslösende Faktoren zuverlässig erkannt werden ohne von Außen Störungen befürchten zu müssen.

Das Basis-Set

Für eine Wohnung im 2. Stock oder höher ist dieses Basis-Set mit Sicherheit ausreichend, weil man je nach Wohnungstyp vermutlich nur eine Eingangstüre und vielleicht eine Balkontür überwachen muss. Somit reichen zwei Fensterkontakte absolut aus. Für ein Haus oder eine ebenerdige Wohnung braucht es dann schon ein bisschen mehr. Die zusätzlichen Kontakte, Melder und Sensoren gibt es aber ebenfalls auf Multikontrade  und vermutlich auch auf Amazon.

Im Lieferumfang dieses Sets waren bei mir:

  • 1 Basisstation mit Netzteil
  • 2 Fensterkontakte zum Aufkleben
  • 1 720p Überwachungskamera für Indoor inkl. Netzteil
  • 1 Fernbedienung zum scharf- und unscharf schalten
  • 2 Betriebsanleitungen auf Deutsch für Basisstation und Kamera
  • Montagematerial


Wie gesagt kann man mit dieser Ausstattung bereits in den meisten Fällen für Sicherheit sorgen.

Die Installation

Mit diesem Set kann man in nur wenigen Minuten seine Wohnung absichern. Dazu muss man zuvor mal die 'DreamCatcher' App aus dem App Store laden und sich dort registrieren. Das ist meiner Meinung nach auch der einzige Mangel, dass man sich an der App mit Name, Geburtsdatum und Mailadresse verewigen muss. Finde ich schade, dass hier eigentlich unnötige Daten abgefragt werden.

Sobald man die App installiert hat kann man die Basisstation anstecken und den
WiFi Knopf drücken. Dadurch aktiviert man in der Alarmanlage einen Hotspot an dem man das Smartphone anmelden muss. Dann kann man über die App eine Verbindung der Alarmanlage mit dem eigenen WiFi herstellen. Sobald das passiert ist, kann man die Anlage bereits benutzen, da die mitgelieferten Fensterkontakte bereits an der Anlage angemeldet waren.

Die Fensterkontakte braucht man nur auf die zu überwachenden Fenster oder Türen kleben und die Batterie einlegen. Dann kann man entweder über die mitgelieferte Fernbedienung oder über die Handy-App die Anlage aktivieren oder deaktivieren.

Wird nun ein Kontakt unterbrochen, ertönt ein sehr lauter Alarm der eingebauten Sirene. Für eine Wohnung wird das bereits ausreichen, um Einbrecher abzuschrecken. Bei einem Haus sollte man sich die Anschaffung einer Außensirene überlegen, da man hier ja nicht Wand an Wand lebt und sich der Schall nicht so gut überträgt.

Die Basisstation lässt sich übrigen an die Wand montieren. Allerdings hat sie keine Manipulationssicherheit, da die Klappe über dem Stromanschluss keine Absicherung durch  Mikroschalter hat. Aber für eine Grundsicherung reicht es alle mal.

Die ebenfalls im Lieferumfang befindliche Indoor-Kamera mit 720p Auflösung ist ebenso schnell eingerichtet wie die Alarmanlage. Möchte man nur Bilder von der Wohnung empfangen, braucht es ur die Verbindung mit dem WiFi. Sollen die Bilder auch lokal auf der Kamera gespeichert werden, so benötigt man zusätzlich eine Mikro-SD-Karte.

Funktionalität



Diese Alarmanlage ist sehr intuitiv einzurichten und zu benutzen. Zusätzlich ist die deutsche Bedienungsanleitung eine große Hilfe, die einem keine Rätsel aufgibt. So kommt man schnell in den Genuss des vollen Funktionsumfanges. Dieser ist besonders gut erweiterbar, da es zusätzlich zu den mitgelieferten Fensterkontakten dann auch noch folgende Erweiterungsoptionen gibt:

  • Bewegungsmelder
  • Rauchmelder
  • Glasbruchsensoren
  • Wassermelder
  • Bewegungsmelder mit Solar-Stromversorgung
  • ein Tastenfeld
  • einen Panikknopf
  • Außen-Sirenen mit oder ohne Solar-Stromversorgung

welche dieser optionalen Elemente verfügbar sind muss man auf der Website des Anbieter prüfen.

So kann man bei dieser Alarmanlage zum Beispiel die Sensoren in verschiedene Zonen einteilen. Damit kann man zum Beispiel festlegen, ob man alle Sensoren scharf schalten möchte, wenn man nicht zuhause ist, oder ob man gewisse Sensoren inaktiv lässt während andere scharf sind. Das kann praktisch sein, wenn man die Fenster überwachen möchte ohne die Bewegungsmelder scharf zu schalten, falls man selbst zuhause ist oder unter Tags etwa ein größerer Hund daheim bleibt.

Außerdem ist es ja auch wünschenswert, wenn Brandmelder scharf sind und man sich trotzdem in der Wohnung bewegen kann.

Die Alarmanlage alarmiert über die eingebaute Sirene und falls vorhanden über Außen-Sirenen. Zusätzlich wird eine Push-Nachricht an alle verbundenen Smartphones geschickt, die eine kurze Beschreibung zum Alarmereignis enthält. So kann man dann von Unterwegs zum Beispiel einen Blick über die enthaltene Kamera in die Wohnung werfen und gegebenen Falls den Alarm deaktivieren.
Hier noch ein kleines Beispiel vom eingebauten Alarm

Besonderheit

warum ich mich besonders für diese Alarmanlage zum Nachrüsten interessierte, ist die Möglichkeit der Steuerung über Amazons Echo. Das ist nämlich wirklich toll, weil man die Anlage scharf schalten kann indem man seine Stimme benutzt. Mit dem Kommando "Alexa, sag Dreamcatcher einschalten" wurde der Alarm mit 60 Sekunden Verzögerung aktiviert. Dabei kann man sich durch das Kommando aussuchen ob man den Alarm für alle Zonen oder mit Ausnahmen aktivieren will.

Das ist so richtig cool. Und weil Alexa bekanntlich auf jeden hört, und es daher nicht besonders schlau wäre ihr die Möglichkeit zu geben den Alarm zu deaktivieren, muss man das Ausschalten des Alarms trotzdem über das Smartphone oder die Fernbedienung sowie über das optionale Tastenfeld durchführen. Das ist mir aber auch wesentlich lieber, weil es sicherer ist.

FAZIT

Diese Alarmanlage lässt sich in jeder Umgebung kinderleicht nachrüsten und überzeugt durch einfaches Handling und eine gute Ausstattung. Das Alexa-Feature ist einfach nur cool und auch praktisch, weil dadurch auch Kinder den Alarm gerne aktivieren (unsere Kinder steuern leidenschaftlich gerne mit Alexa). Vielseitige Sensoren und eine gute Erweiterungsmöglichkeit zu einem vernünftigen Preis runden das Ganze dann noch ab. Wenn man etwas negatives finden möchte, dann ist der fehlende Manipulationsschutz an der Basis und die Abhängigkeit vom WiFi zu erwähnen. Da es keinen SIM-Karten-Slot gibt und keine Verbindung über GSM möglich ist, bekommt man keine Alarmmeldungen aufs Handy, wenn zuhause der Strom ausfällt. Die Alarmanlage funktioniert auf Grund der eingebauten Backup-Batterie allerdings auch  eine Zeit lang ohne Stromnetz und kann daher auch alarmieren, wenn der Strom weg ist. Die Sensoren arbeiten ja auch mit Batterien.

Möchte man die Anlage mal entfernen, weil man zB. umzieht, dann kann man die gesamte Anlage problemlos mitnehmen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen