Sonntag, 24. Januar 2016

Resümee nach über drei Jahren

Die Fertigstellung unseres Hauses liegt nun über drei Jahre zurück. Zumindest im Groben, denn ganz fertig wird man ohnehin nie.

Nach dieser Zeit können wir nun erstmals sinnvoll resümieren, denn nun haben wir schon lange genug gewohnt, um Schwachstellen in unserer Planung und der Umsetzung aufzudecken.

Das Erfreuliche - zumindest für uns - ist, dass wir kaum Punkte fanden bei denen wir eklatante Fehlentscheidungen einräumen müssten. Trotzdem hätten wir so manche Entscheidung besser treffen können, wobei nicht immer ausreichend Informationen für eine ordentliche Entscheidungsfindung vorhanden waren.

Grundrisse, Zimmer und Einrichtung

Bei den Grundrissen und der allgemeinen Bauplanung sind wir auch heute noch der Ansicht, dass es so gut wie kein Potenzial zur Verbesserung gibt. Die Räume sind ideal angelegt, bieten ausreichend Platz zur Entfaltung und sind aus Sicht der Reinigung auch sehr gut eingerichtet.


Mädchenzimmer mit viel rosa 
Jugendzimmer mit eher coolem Touch
Die von unseren Blog-Lesern immer wieder als viel zu groß kritisierten Kinderzimmer sind trotz ihrer Größe von je 21 Quadratmetern nicht ungemütlich und werden von unseren Kindern ausgiebig genützt. Im Gegensatz zu anderen Familien ist unser Wohnbereich im Erdgeschoß zu keiner Zeit mit Spielsachen angeräumt, weil unsere Kids einfach nie ausweichen müssen. In vielen anderen Häusern die von Familien mit Kindern bewohnt werden sieht das Wohnzimmer wie eine Außenstelle der Kinderzimmer aus. Natürlich hat das auch ein Wenig damit zu tun, dass die Kinder sich gerne in der Nähe der Eltern aufhalten, allerdings sehen unsere Kindern keine Veranlassung ihre Spielsachen ins Wohnzimmer zu schleppen. Statt der Eltern müssen dann halt immer wieder Freunde eingeladen werden, was uns ohnehin angenehmer erscheint. Gemeinsame Zeit verbringen wir genug, auch ohne Playmobil und Co. im Wohnzimmer.

Auch die Fliesenböden stellten sich im Nachhinein betrachtet eher als positiv heraus. Keine Spur von zu kalt zum Spielen und ungemütlich. Durch die Fußbodenheizung werden die Böden konstant auf einer Temperatur von etwa 24° Celsius gehalten. Natürlich haben Fliesen die Eigenschaft durch ihre sehr gute Wärmeleitfähigkeit eher als kühl wahrgenommen zu werden. Unangenehm sind sie trotzdem nicht, wenn man am Boden sitzt und spielt. Wobei sich die Zeiten des Spielens am Boden bei uns sowieso bereits reduzieren. Mit zunehmenden Alter der Kinder verlagert sich das Spiel immer weiter nach Oben.

Seit unserem Einzug haben sich aber gerade bei den Kinderzimmern ein paar Änderungen ergeben. So hat unser Sohn mittlerweile eine eigene Couch in seinem Zimmer, auf der er chillen und lesen kann, die dann auch noch eine Schlafgelegenheit für seine Gäste enthält.

Unsere Tochter erweiterte den Einrichtungsumfang nur um eine Zimmerpflanze und verschiedene selbst gemalte Bilder an der Wand.

Beide Kinder bekamen zu Weihnachten Luftbefeuchter aus Zirbenholz geschenkt die einen angenehmen Geruch verströmen und für einen ruhigeren Schlaf sorgen sollen. Zudem lässt sich damit natürlich auf die Luftfeuchtigkeit ein bisschen anheben, was vor allem im Winter recht gut ist.

Fadenvorhang im Schlafzimmer
Im Schlafzimmer brachten wir ebenso wie in den Kinderzimmern einen dezenten Sichtschutz am Fenster an. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Vorhängen, weil wir sowieso Rollläden an den Fenstern haben die am Abend für einen perfekten Sichtschutz sorgen. Unter Tags sieht man durch die stark spiegelnden Fenster kaum in die Räume, weshalb für mich Vorhänge eine eher untergeordnete Rolle spielen. Meine Frau sieht das naturgemäß etwas anders, weshalb wir letztendlich doch in einigen Räumen so etwas wie Vorhänge montierten.
Die Ankleide

In den Kinderzimmern und im Schrankraum wurden die fix verglasten Fenster mit Fadenvorhängen die auf Klemmstangen für Duschvorhänge aufgefädelt sind etwas netter gestaltet. die so entstandenen Kosten von knapp 30 Euro je Fenster und das fehlen von Montageaufwand wegen des einfachen Klemmmechanismus waren für mich sehr überzeugend.

Auch im Schlafzimmer gibt es jetzt einen Fadenvorhang der seitlich von zwei Stores eingefasst ist. Dadurch wird die Sicht von Außen ins Schlafzimmer am Abend so gut wie gar nicht eingeschränkt weshalb man auf das Runterlassen des Rollladens nicht verzichten kann. Aber mit Vorhang sieht der Raum gleich wohnlicher aus.

Der Vorhang im Schrankraum sorgt unter Tags aber wirklich für einen zusätzlichen Sichtschutz, da man durch unter bestimmten Lichtvoraussetzungen von Außen hinein sehen konnte. Im Gegensatz dazu nimmt der Fadenvorhang dort nicht so viel Licht weg, dass man geneigt wäre unter Tags das Licht anzuschalten.

Kaum Veränderungen gab es im Gästezimmer, da dort die sehr funktionelle Einrichtung kaum mehr verbessert werden konnte. Sowohl das IKEA Bett das sich auf die Breite eines Doppelbettes ausziehen lässt als auch die Kästen passten schon sehr gut. Also mussten wir hier auch nicht nachbessern. Lediglich ein Fliegengitter wird dieses Jahr an der Außenseite des Fensters dazu kommen, damit unsere Gäste das Fenster in der Nacht offen lassen können ohne im Sommer von Gelsen zerstochen zu werden.

Auch im Vorzimmer kamen nur ein paar Bilder und eine Wandleuchte hinzu seit wir eingezogen sind. Im Winter ist der obere Vorraum etwas dunkel, wenn alle Türen zu den Zimmern geschlossen sind, da dann zu wenig Licht beim großen Fenster im Stiegenhaus herein kommt. Dieser Umstand ist aber einfach nicht zu verhindern, weil unser Vorraum ein reiner Zubringer zu den Räumen ist und wir für eine besser Versorgung mit Tageslicht nicht auf Raum in einem der Zimmer verzichten wollten.

Wenn ich gerade beim Stiegenhaus bin: Dort ist uns nach ein paar Wochen bereits ein kleiner Fehler in unserer Planung aufgefallen. Wir verzichteten aus optischen Gründen auf einen Handlauf an der Mauerseite, da wir dachten, dass der Handlauf der Treppe mit den Glasplatten ausreichen würde. Dabei dachten wir nicht an unsere und vor allem die Besucher-Kinder, die mit einer besonderen Leidenschaft entweder das Glas unter
Immer wieder Fettfingerchen am Glas
und dunkle Kinderhandabdrücke an
den Wänden
dem Handlauf oder die weiß gestrichene Wand zum Abstützen verwenden. Der Handlauf selbst dürfte für die meisten Kinder zu hoch liegen. So weisen die Glasplatten der Treppe immer nachdem wir Besuch hatten unzählige Fingerabdrücke auf, die sich vom Glas jedoch leicht wegwischen lassen. Viel unangenehmer sind die Handabdrücke auf der weißen Wand, die sich vom Treppenansatz an der kompletten Wand entlang erstrecken. Zu Beginn versuchten wir diesen Flecken noch mit einem Schmutzradierer Herr zu werden. Mittlerweile haben wir es allerdings bereits aufgegebenen und warten einfach darauf, dass die Kids alt genug sind. Dann werden wir die Wand streichen und drauf hoffen, dass die weiße Farbe dann länger unbeschmutzt bleibt. Eventuell setzen wir an dieser Stelle dann Latexfarbe ein die man abwaschen kann.

Ebenfalls eine farbliche Veränderung werden wir in den Toiletten vornehmen, da sich dort der
LED Beleuchtung in der
Dusche
Einsatz von abwaschbarer Wandfarbe in jedem Fall lohnt. Es ist einfach hygienischer, wenn man die Wände reinigen kann.

Unabhängig von der Farbe und eines zusätzlichen Spiegels von IKEA der nun die Betrachtung des ganzen Körpers zulässt, hat sich im Bad des ersten Stocks hauptsächlich die Beleuchtung geändert. So kam eine Glasplatte über den Spiegeln hinzu unter der sich zwei LED-Streifen befinden. Je ein kaltweißer und warweißer Streifen erhellen das Bad nun von Oben. In der Dusche kam ebenfalls eine Glasplatte an die Decke unter der ein RGB-LED-Streifen für unterschiedliche Farbstimmungen sogt. Die Farben werden über eine kleine Fernbedienung umgestellt. Die LED-Streifen sind in jedem Fall auf kleinen Holzleisten fixiert.

Außerdem stellten wir einen Hocker aus Massivholz neben die Badewanne um die ganzen Wässerchen und Essenzen irgendwo abstellen zu können.

Mit der Entscheidung, Küchenmöbel im Badezimmer einzusetzen lagen wir übrigens absolut richtig. Nach mehr als drei Jahren erkennt man nicht einmal im Ansatz irgend welche Abnutzungserscheinungen an den Schränken. Weder der tägliche Gebrauch noch die höhere Luftfeuchtigkeit konnten den Küchenmöbeln von IKEA in unserem Bad zusetzen. Wir würden uns auch jetzt mit Sicherheit wieder dafür entscheiden.

Die Badewanne hätten wir hingegen getrost weglassen können. Auch wenn unsere Tochter immer wieder gerne baden geht, brauchen wir die Wanne vorwiegend in den kalten Monaten und dann auch nur ein bis maximal zwei Mal pro Monat. Somit verwenden wir die Wanne etwa 6-12 Mal pro Jahr. Also eher selten.

Auch im Erdgeschoß sind wir mit der gewählten Raumaufteilung zufrieden. Jedoch geht uns ein ordentlicher Lagerraum im konditionierten Raum ab. Der Dachboden und die Gartenhütte haben sich als eher ungeeignete Lagerflächen für temperaturempfindliche Gegenstände erwiesen. Außerdem können wir im Sommer nichts kühl lagern was nicht in den Kühlschrank passt. Besitzer eines Lagerraums im Keller haben hier einen entscheidenden Vorteil, denn haben im Keller meist eine konstante Temperatur zwischen 15° und 18° Celsius, wenn der Keller nicht extra beheizt wird. Wir lagern daher zum Beispiel unsere Ski und Skischuhe im Büro, da es dort keine großen Schwankungen gibt. Die Ski am Dachboden wären im Sommer Temperaturen von bis zu 60° Celsius ausgesetzt und würden entsprechend darunter leiden. Dafür sinkt dort oben im Winter die Temperatur oft weit unter den Gefrierpunkt was für andere Lagerobjekte manchmal ebenso ungut ist.

Seit unserem Einzug wurde an der Küche kaum etwas verändert. Lediglich die Rückwand hinter der

Blick in die Küche
Arbeitsfläche ist durch eine weiße Glasplatte 'veredelt' worden und kann nun mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Früher hatten wir einfach die Flecken an der weißen Wand und mussten damit leben. Die Glasplatte ist übrigens eine, an der Rückseite weiß lackierte und 5 mm starke Platte.
Ebenso aus Glas ist die Platte mit der die LED-Streifen über der Kochinsel versteckt wurden. Dieses Glas ist jedoch nur einseitig mattiert und lässt ausreichend viel Licht durch um die Küche gut zu beleuchten. Trotzdem scheint die Technik darunter nur ganz dezent durch. Ebenso sind wir mit der Beleuchtung über der Bar verfahren. Dort befinden sich unter der Glasplatte ein weißer LED-Streifen und ein RGB-LED-Streifen die jeweils unabhängig von einander geschaltet werden können.

Das Design der Küche würden wir wieder so halten. Also alles weiß mit dunklen Akzenten. Allerdings würden wir eines definitiv nicht mehr so machen, wie wir es beim ersten Aufbau der Küche taten. Wir würden uns keine Arbeitsplatte aus Akazienholz anfertigen lassen, denn dieses Holz unterliegt einer enormen Schrumpfung wenn es noch nicht komplett getrocknet verkauft wird. Als wir die Arbeitsplatte bei BAUHAUS kauften und uns dann vom Tischler auf unsere Küche anpassen ließen, wussten wir nicht, dass dieses Holz bis zu 3% schrumpft wenn es an Feuchtigkeit verliert. In unserem Fall heißt das, dass die Arbeitsplatte von 102 cm breite an der Kochinsel auf knapp unter 100 cm zusammen gegangen ist. Dadurch stehen nun die Ladenfronten der Schränke über die Arbeitsplatte hinaus. Das sieht nicht besonders hübsch aus und ist unpraktisch weil gerne mal Brösel in die obersten Laden fallen. Sobald wir etwas Geld auf der Seite haben werden wir die Arbeitsplatte wohl tauschen lassen.

Großer Esstisch der auf 300 cm
ausgezogen werden kann
Der neue Esstisch hingegen war eine gute Anschaffung. Natürlich immer unter dem Augenmerk, dass er um etwa 70% günstiger war als vergleichbare, massiv wirkende Tische und dementsprechend natürlich seine Tücken hat. So ist die Tischplatte relativ dünn und auch ziemlich kantig. Dadurch drückt sie bei längerem Sitzen mit aufgelehnten Armen schon mal etwas ungut in die Unterarme. Je kleiner man ist, desto intensiver spürt an das. Ich werde vermutlich ein bisschen was von der Kante abtragen damit ich den Effekt etwas abschwächen kann. Allerdings muss ich mir zuvor ansehen ob das mit diesem Tisch überhaupt geht ohne, dass dann die Kanten heller sind als der Rest der Tischplatte.
Der Kamin heizt das
ganze Haus und das
Warmwasser

Ebenfalls im großen Wohnraum befindet sich der Kamin an dessen Seitenwand wir eine Lampe im Fackel-Design montierten. An der gegenüberliegenden Seite bauten wir ein Regal in dem wir die Holzbriketts für unserem Kamin lagern können. Neben dem Holz ist dort auch der Subwoofer der Stereoanlage sowie der Verstärker und der Blu-Ray Player untergebracht.

Wohnecke im Wohnraum
Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, dass die aus dem Kamin immer wieder heraus fallenden glühenden Holzstückchen dem Boden davor Schaden zufügen könnte. Die Granitplatten im Kopfsteinpflaster-Look bekamen zwar im Lauf der Jahre einige Brandflecken. Die verleihen dem Boden jedoch einen ganz eigenen Charm. Ein einziges Mal passierte es, dass ein glühendes Holzstück aus dem Ofen fiel und bis an das Ende des gepflasterten Bereichs rollte. Glücklicher Weise wurde der Holzboden dadurch nicht beschädigt. Das jedoch nur, weil Sabine so schnell reagierte und das glühende gleich Holz auf die Metallschaufel nahm.

Neu hinzu gekommen ist auch eine Truhe für die Sitzauflagen der Gartenmöbel. Wir wollten nämlich nicht jedes Mal in die Gartenhütte gehen um die Auflagen zu holen. Daher lagern wir diese im Sommer im Wohnzimmer. Da wir die Auflagen im Winter nicht benötigen, dient die Truhe dann eher als große Fläche für weihnachtliche Deko und als Stauraum für unsere Fitness-Artikel. Wie auch schon im Obergeschoß setzte meine Frau ihren Wunsch nach Stoff um die Fenster durch. Also montierte ich auch im Wohnzimmer Gardienenstangen und seitliche Stores. Zugegebener Maßen wurde der Wohnraum dadurch wirklich wohnlicher, also waren das gut investierte 140,- Euro.

Die Innentüren

Unser Entscheidung fiel damals auf DANA Türen, weil diese angeblich sehr hochwertig wären und weil es das DANA Motion System als Türdämpfer ein sehr vielversprechendes System war.

Nach mehreren Jahren des Ärgers sind wir uns absolut sicher, dass die Türen von jedem anderen Anbieter vermutlich besser gewesen wären. Entweder sie wären günstiger oder zum gleichen Preis besser verarbeitet gewesen.

Die Türstöcke reagieren sehr empfindlich auf Stöße mit dem Staubsauger, wenn man die Kurve mal zu eng nimmt. An zwei Türstöcken sind bereits die Kanten ausgebrochen, da der Überzug der Platten sehr dünn ist.

Die Magnetschließen der DANA Türen sind definitiv nur was für Leute die unempfindlich auf Geräusche reagieren oder einfach mit Schwerhörigkeit geschlagen sind. Bei jedem Öffnen und Schließen der Türen machen die Türschlösser sehr stark vernehmbare Klickgeräusche. Darauf kann man getrost verzichten.

Das DANA Motion System ist dann die schlimmste Folter am Türensektor. Die Konstruktion des Schließmechanismus ist derart schlecht durchdacht, dass sich das Gestänge beim Öffnen und vor allem beim Schließen der Türen ziemlich stark verspannt. Als Resultat dieser Verspannungen erhält man ein lautes Knallen das in der Nacht so ziemlich jeden Bewohner des Hauses aus dem Bett hebt. Die Probleme haben wir bereits in einem anderen Post beschrieben.

Heizung und Haustechnik

Wenn es etwas gibt, das wir bei einem Neubau anders machen würden, dann betrifft es die Heiztechnik. Dabei war die Überlegung das Haus nur durch den zentralen, wasserführenden Kaminofen zu beheizen absolut richtig. Allerdings trafen wir eine falsche Entscheidung mit dem Lieferanten der Solaranlage. Unsere Wahl einen österreichischen Anbieter zu vertrauen war zwar löblich, in unserem Fall aber leider ein absoluter Reinfall.

Die Solaranlage

Wir ließen die thermische Solaranlage die wir bei Santer Solarprofi GmbH kauften vom Installateur einbauen. Dieser füllte die Anlage auch und nahm sie in Betrieb. Dabei schien alles problemlos zu laufen. Nachdem die elektronische Steuerung eingestellt war und der Sommer kam, lief die Anlage meist nur bis um zehn Uhr vormittags. Weil die Anlage bereits sehr früh stagnierte, das bedeutet, dass die Pumpe wegen einer Überhitzung des Systems abschaltet. Daraufhin heizen sich natürlich die Solarkollektoren am Dach noch stärker auf. Dadurch werden die Dichtungen zwischen den Kollektoren über Gebühr belastet und werden in Kombination mit dem Glykol im Kreislauf brüchig.

Schon nach wenigen Tagen nahm ich Kontakt mit dem Hersteller (Santer Solarprofi) auf um das Problem mit der Stagnation zu besprechen. Dort erhielt ich von einem Techniker die Auskunft, dass das bei der Größe unserer Anlage (20 qm) normal sei, da die Kollektoren sehr schnell aufheizen. Also machte ich mir keine weiteren Sorgen deswegen. Da aber der Druck in der Anlage dadurch auch immer auf einen sehr hohen Wert stieg kontaktierte ich den Hersteller abermals. Wieder war die Aussage die Gleiche und ich sollte mir keine Sorgen machen. Über zwei Jahre ging das so, dass wir kaum solare Erträge hatten und die Anlage schon früh stagnierte.

Als nach zwei Jahren die Pumpe den Geist aufgab musste diese von unserem Installateur getauscht werden. Dabei stellte dieser fest, dass ein Rückschlagventil in der Solarstation defekt war und die Anlage deswegen permanent so früh stagnierte weil dadurch ein sehr hoher Widerstand in der Vorlaufleitung war. Seit unser Installateur die Pumpe und das beschädigte Billigventil gegen ein Qualitätsventil getauscht hatte, lief die Anlage nahezu problemlos und ohne Stagnation. Nicht ein einziges Mal schaltete sich die Pumpe ab. Von wegen zu groß dimensioniert und ganz normal. Der Techniker des Herstellers war also offensichtlich nicht kompetent genug um uns auf eine mögliche Abweichung vom Sollzustand hinzuweisen, da er sich scheinbar mit der Materie nicht auskannte.

Durch die häufige Stagnation wurde wie gesagt die Dichtungen zwischen den Kollektoren angegriffen, was dazu führte, dass unsere Solaranlage nach drei Jahren Betrieb bereits undicht wurde und innerhalb eines Tages bis zu drei Liter Wärmeträger verlor. Nun müssen wir uns auf die Suche nach der undichten Stelle machen. Dazu müssen wir die Dachhaut von innen öffnen, da wir sonst nicht an die Verbindungsstücke ran kommen. Hoffentlich ist die Undichtheit dort zu finden. Falls nicht könnte es noch sein, dass in einem Kollektor die Kanäle gerissen sind. Dann wird die Sanierung noch schwieriger. Somit kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Entscheidung für die Santer Solarprofi GmbH als Hersteller der Solaranlage ein absoluter Fehlgriff war.

Der Holzofen

Es ist nicht immer komfortabel den Ofen einzuheizen um genügend Warmwasser zum Duschen zu haben oder um das Haus zu heizen. Vor allem an sehr kalten Tagen müssen wir oft wirklich kräftig einheizen, da sonst das Haus schnell etwas unterkühlt wirkt. Da werden schon 20-30 kg Briketts im Ofen verbrannt.

Durch den Ofen entsteht ein sehr angenehmes und gemütliches Umfeld. Mit einem Buch auf der Couch, einem Tee auf dem Couchtisch und einem Feuer im Kamin ist pure Entspannung vorprogrammiert.

Als Unterstützung der Heizung steckt in unserem Wärmespeicher ein Heizstab mit 6 kWh Leistung der 1:1 Strom in Wärmeenergie umwandelt. Das ist nicht besonders effizient. Daher würde ich bei einer Neuplanung vermutlich die Zusatzheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe machen. Das ist zwar in der Anschaffung und Installation etwas teurer, aber viel komfortabler.

Garten

Wir verzichteten aus Kostengründen auf die Verlegung von Platten im Garten und bauten unsere Terrasse aus Kunststoffbrettern (WPC). Außerdem wurden die Wege ums Haus und der Autoabstellplatz nur mit Schotter aufgeschüttet, da dieser weitaus günstiger war als Platten. Jedoch muss man schon sagen, dass es ordentliche Abstriche in Punkto Komfort bedeutet. So werden die WPC Dielen bis zu 80° Celsius heiß. Dass man auf diesen Brettern nicht mehr barfuß gehen kann ist nachvollziehbar. Außerdem verformen sie sich im Laufe der Jahre stark unter dem Einfluss von sehr hohen und sehr tiefen Temperaturen. Dadurch beginnt die Terrasse auch zu klappern wenn man darüber geht.

Die Wege und der Autoabstellplatz sind durch den Schotter sehr anfällig für wucherndes Unkraut. Außerdem verursachen laufende und spielende Kinder immer wieder tiefe Löcher im Schotter und starke Steinansammlungen im Rasen. Darauf reagiert dann der Rasenmäher-Robotor ein wenig verschnupft wenn er drüber fährt.

Ebenfalls anders machen würde ich die Bewässerung. Diese ist bei uns so ausgelegt, dass sie ausschließlich Wasser aus unserer Zisterne pumpen kann. Nun war der letzte Sommer so trocken, dass wir andauernd Wasser in die Zisterne füllen mussten, welches von dort über das Hauswasserwerk wieder heraus gepumpt werden musste. Hätten wir gleich von vornherein einen Anschluss an die Wasserleitung vorgesehen, dann hätten wir keine Probleme damit gehabt.

Alles in Allem sind wir also mit unserer Planung und mit der Ausführung sehr zufrieden. Lediglich ein paar Kleinigkeiten beschäftigen uns. Die Solaranlage ist dabei unser größtes Sorgenkind, das wir hoffentlich in diesem Jahr wieder dicht bekommen. Außerdem wird die Garderobe neu zu gestalten sein. Davon werden wir sicher hier im Blog berichten.

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