Samstag, 10. Oktober 2015

Alarmanlage zum Nachrüsten

Was ist Sicherheit und was ist notwendig um das Gefühl von Sicherheit zu erlangen?
Mir ist klar, dass die Anschaffung einer Alarmanlage nicht unbedingt die Sicherheit im Haushalt erhöht, aber man kann sich durch den Einbau einer derartigen Anlage zumindest des Gefühl von Sicherheit erhöhen kann.

Wir haben in unserem Haus zwar eine fix verkabelte Anlage eines renommierten Herstellers verbaut, dennoch probierte ich eine zusätzliche Anlage aus die mit Funk läuft. Dazu bestellte ich dieses Eray Alarm-Set auf Amazon. Obwohl die Lieferung direkt aus China kam und nicht mit Amazon Prime durchgeführt wurde war sie in zwei Wochen bereits da.

Im Lieferumfang des Sets enthalten war:

* die Alarm-Zentral
* ein zusätzliches Eingabefeld
* ein Gasdetektor
* ein Rauchmelder
* eine Innensirene
* eine Außensirene mit rotem Blitzer
* sechs Fensterkontakte
* vier IT-Bewegungsmelder
* vier Fernbedienungen
* vier RFID-Chips (zwei der Alarmzentrale und zwei für das zusätzliche Eingabefeld)
* drei Netzteile für die Zentrale, das Eingabefeld und die Außensirene
* eine englischsprachige Betriebsanleitung für das System sowie für jedes Peripheriegerät eine Chinesische und Englische Anleitung


Für den Betrieb der Anlage benötigt man auch noch folgendes:

* 4 Stück AAA-Batterien oder Akkus je IR-Bewegungsmelder
* 1 Stück 9V-Block je Rauchmelder
* zumindest eine freie Steckdose in der Nähe des Platzes an dem die Alarm-Zentrale montiert werden soll
* eine SIM-Karte (zB. eine Pre-Paid Lösung, wenn man die Status-Informationen per SMS aufs Handy gesendet haben will


Die Montage dieser Anlage ist denkbar einfach. Zuerst klebte ich die Magnetkontakte an die Fenster und Türen an dann die entsprechenden Sender den Magneten gegenüber an die Fensterrahmen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Magnet genau gegenüber der unteren rechten Kante des Senders angebracht wird. Man kann die korrekte Funktion testen indem man den Sender einschaltet und den Magneten am Sender entlang führt. Ist die Positionierung richtig, dann signalisiert der Sender das durch das Leuchten der roten LED für eine Sekunde. Sobald der Schalter auf ON steht werden sämtliche Kontakt-Unterbrechungen gesendet.

Bei der Montage der IR-Bewegungsmelder kann man ähnlich vorgehen. Die Sensoren sollten so angebracht sein, dass sie einen möglichst großen Bereich überwachen können. Bei uns nehmen sie den kompletten Wohnbereich, den Flur im Untergeschoß, den Flur im Obergeschoß und noch ein paar weitere Bereiche ins Visier. Da die IR-Sensoren nicht allzu schwer sind kann man sie auch an glatte Oberflächen kleben statt sie gleich anzuschrauben. In unserem Fall zum Beispiel glatte Schrankwände und Türstöcke. Wie bei den Fenster-Kontakten reicht es den kleinen Schalter auf der Rückseite auf ON zu stellen. Jede erkannte Bewegung wird durch eine grün aufleuchtende LED signalisiert. Gleichzeitig sendet der Melder das Signal an die Basisstation die je nach Betriebsmodus den Alarm auslöst.

Die Rauchmelder können ebenso einfach mit Doppelklebeband an die Decke geklebt werden. Dabei sollte der Abstand zur Wand mindestens 20 cm betragen. Je mittiger der Sensor im Raum platziert wird, umso besser ist es für die Erkennung von Rauch im Raum. Zur Inbetriebnahme des Rauchmelders benötigt man eine 9V-Block Batterie. Um die Batterie einlegen zu können kann man das Gehäuse des Brandmelders aufklappen. In jedem Brandmelder ist eine Sirene eingebaut wodurch er autark eingesetzt werden kann. So wird im Falle eines Brandes neben der Sirene der Alarmzentrale auch noch die des einzelnen Brandmelders aktiviert.

Den Gasmelder installierten wir nicht, da wir kein Gas im Haus verwenden. Vielleicht werden wir ihn später mal in der Gartenhütte einsetzen wo wir eine Gasflasche für den Griller lagern.

Als nächstes mussten wir noch die Außensirene installieren. Dazu benötigt man allerdings einen 12 Volt Anschluss oder eine Steckdose an der man das Netzteil anstecken kann. Das könnte unter Umständen etwas unpraktisch sein, da man an der Außenwand eher selten die Möglichkeit hat ein Anschlusskabel durch zu schleifen. Da wir die Anlage nur zum Testen montierten verzichteten wir natürlich auf das durchbohren unserer Mauer. Die Außensirene wird so montiert, dass Alarm ausgelöst wird wenn man die Sirene von der Wand nimmt oder wenn der Stromanschluss unterbrochen wird und der integrierte Akku zur Neige geht. Die Sirene erhält das Signal von der Alarm-Zentrale, wenn Alarm ausgelöst wird.

Schlussendlich muss man nur noch die Alarmzentrale einrichten. Dazu legte ich eine prepaid SIM-Karte in der Rückseite der Alarm-Zentrale ein und schloss das Netzteil ebenfalls an der Rückseite an. Sobald das Netzteil mit dem Stromnetz verbunden war erwachte die Anlage zum Leben. Für den Betrieb musste ich nicht einmal irgend etwas einstellen. Durch die mitgelieferten Fernbedienungen bzw. durch die RFID-Chips konnte ich die Anlage scharf und unscharf stellen. Als sie scharf war (ich hatte für den Test die Außensirene nicht in Betrieb) erkannte die Alarm-Zentrale jede Bewegung im Bereich der Bewegungsmelder ebenso wie die Kontaktschalter an den Fenstern. Sobald einer der Sensoren etwas erkannte meldete die Zentrale Alarm und gab ein entsprechendes Geräusch zur Bestätigung von sich.

Zusätzlich kann man bei der Alarmanlage mehrere Telefonnummern eingeben an die der Reihe nach entweder ein Anruf oder ein SMS abgesetzt wird, wenn ein Alarm ausgelöst wird. Dabei kann man verschiedene Modi scharf stellen. Entweder eine Außenhautüberwachung, also nur die Fensterkontakte als Alarmgeber oder eine komplette Überwachung durch Fensterkontakte und Bewegungsmelder. Der Gasmelder sowie die Rauchmelder sind unabhängig von den restlichen Alarmsensoren immer scharf.

Die Bedienung der Anlage ist ebenso einfach wie die Installation. Man kann dazu entweder die RFID-Chips an die Lesestelle halte, die Fernbedienungen nützen mit denen man die verschiedenen Betriebsmodi anwählen kann oder die PIN Eingabe nützen um die Anlage zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dabei zeigt die Anlage anhand von Symbolen den jeweiligen Zustand an.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher wie die Alarmanlage damit zurecht kommt, wenn eine zweite ihrer Art im Nachbarhaus installiert ist. Bereits bei der Auslieferung waren alle Sensoren an der Anlage angelernt. Man kann aber bis zu 99 Sensoren in verschiedenen Zonen anlernen und damit festlegen, welchen Bereich man zu welchem Zeitpunkt abgesichert haben möchte.

Das ist sehr praktisch, weil man damit perfekt einstellen kann welche Bereiche Alarm auslösen sollen, und damit auch unterschiedliche Sicherheitsbereiche definieren kann.

Die Anlage kann auch über SMS-Befehle oder durch einen Anruf bei der Zentrale gesteuert werden. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Einsatz der App die im Prinzip nichts Anderes macht als die Steuerbefehle an die Zentrale per SMS zu senden.

Alles in Allem kann man sagen, dass die Anlage sehr einfach zu installieren und ebenso einfach zu konfigurieren ist. Die Verwendung ist einfach und intuitiv. Leider kann die Anlage nur Chinesisch und Englisch sprechen, das ist aber an Betracht des extrem günstigen Preises absolut zu verschmerzen.

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