Freitag, 22. Juni 2012

Nachtschicht (21.06.2012)

Jetzt wird es mal wieder so richtig knapp mit der Zeit, denn am kommenden Montag werden die Elektrogeräte geliefert und wir müssen sie in den Wohnraum stellen weil sonst wirklich nirgendwo mehr ein Plätzchen übrig ist.

Chaos im Vorraum
Das Büro ist randvoll mit IKEA-Kartons und im Vorraum stehen die Werkzeuge, Maschinen und Materialien die wir für die Fertigstellung brauchen. Auch im Technikraum ist derzeit keine Bewegungsfreiheit. Daher muss der Wohnraum und die Küche bis kommenden Montag fertig werden.

Sabine und ich organisierten uns aus diesem Grund in Schichten. Die Tagschicht übernahm sie und kümmerte sich um das Abschleifen der Wände und der Küchendecke nachdem sie das Wohnzimmer von all dem Zeug (das jetzt im Vorraum lagert) befreite. Sie vergipste auch noch die Wand in der Speis.

Die Nachtschicht gehört schon seit fast zwei Wochen mir. Jeden Abend nach der Arbeit fahre ich zu unserem Haus um zu arbeiten. Gestern war's ein ganz besonders langer Tag. Unsere Tochter weckte und kurz nach vier Uhr nur um relativ bald wieder einzuschlafen. Ich schaffte das leider nicht mehr. Um 6:45 brachte ich nach einem kurzen Frühstück das Baugerüst zurück das wir freundlicher Weise von Franz unentgeltlich leihen konnten und fuhr gleich darauf in die Arbeit. Nach einem langen Arbeitstag kam ich um 17:45 bei unserem Haus an und konnte zu meiner Freude noch einen Blick auf Sabine und unsere Kinder werfen bevor sie nachhause fuhren und mich alleine werkeln ließen. Bis um 22:30 brachte ich richtig viel weiter.

Coole Nachtlichtfunktion der Taster
Lüftungsöffnung in einem Schlafraum
Zuerst verband ich das Notebook mit unserem KNX-Bus um die Programmierung der Aktoren anzustoßen um später am Abend einmal die Nachtlichtfunktion der Taster auszuprobieren.  Die Busprogrammierung lief dann automatisch ab wodurch ich Zeit fand um die Lüftungsöffnungen der kontrollierten Wohnraumlüftung auf Deckenniveau zu kürzen. Da wir im Vorfeld nicht wussten wie weit die Decken abgehängt werden müssten ließen wir die Stutzen in ihrer Originallänge. Nun ist es allerdings ein kleines Problem Rohre aus Zinkblech zu kürzen, wenn man nicht mit der Trennscheibe von außen daran kommt da ich so ja die Decke beschädigt hätte. Daher verwendete ich zum Kürzen einen Dremel mit Speedclick-Scheiben für Metall. Diesen konnte ich von innen in den Rohren ansetzen und damit einen Schnitt machen der über der Deckenkante lag. So sieht es letztendlich sauberer aus. Leider sind die Dremelscheibchen nicht für so eine Beanspruchung ausgelegt. Darum brauchte ich für jedes Rohr mindestens zwei kleine Trennscheiben bis ich komplett durch war. Danach steckte ich den Stutzen in die Öffnung und fixierte die Lüftungsöffnungen. Diese sind leider nicht reinweiß sondern ein wenig cremig angehaucht und sehen nicht ganz so hübsch aus, aber sie werden ihren Zweck erfüllen.

Als alle Lüftungsöffnungen zugeschnitten waren widmete ich mich dem Verkleben der Fensterflächen. Leider ging mir allerdings bereits nach zwei Fenstern das Klebeband aus wodurch ich zur Durchführung schwierigerer Arbeiten gezwungen war. Ich schnappte mir den Vibrationsschleifer mit Akku und schliff die verspachtelten Stellen der Decke glatt. Sabine und ich entschieden uns dazu weder die Wände noch die Elementdecke vollflächig spachteln zu lassen. Das liegt daran, dass die kosten auf Grund der sehr großen Fläche einfach enorm wären und wir für ein bisserl Optik nicht so viel Geld hinblättern wollen (und können). So müssen wir unter Umständen mit dem einen oder anderen Löchlein in der Decke leben das bei genauem Hinsehen ersichtlich wird.
Nach dem Schleifen strich ich die Betondecke und die Gipskartonelemente mit einer Grundierung damit die Farbe später ordentlich haftet. Im Obergeschoß vergaß ich leider darauf wodurch an drei Stellen die Farbe etwas aufgesprungen ist und abzublättern droht. Dort werde ich wohl noch mal mit einen feinen Schleifpapier drübergehen  und mit einer kleinen Walze

nachmalen müssen. Aber im Erdgeschoß sollte uns das dank Voranstrich eigentlich nicht mehr passieren. Die 50m2 Deckenfläche und die Gipskartonwände hatte ich bis 23 Uhr vorgestrichen und konnte mich daher der rudimentären Körperpflege widmen. Da ich von Kopf bis Fuß mit Metallspänen, Schleifstaub und Voranstrich besudelt war und mich so nicht in unser Auto setzen wollte musste ich Wohl oder Übel mit kaltem Wasser und dem Schwamm vom Verfugen möglichst viel Dreck runterbekommen.

Einigermaßen sauber mit Kopfschmerzen und hundemüde kam ich zuhause gerade rechtzeitig zu einem Brechanfall unserer Tochter die im Moment meines Eintreffens über Sabines Schulter kotzte. Also zog ich mir wieder die Gummihandschuhe an und wischte den Boden unserer Wohnzimmers auf während Sabine sich um unsere kleine Prinzessin kümmerte.

Kurz nach 24 Uhr war der Tag dann endlich zu ende und ein unruhiger Schlaf gespickt mit Träumen von der Baustelle folgte.

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