Freitag, 15. Juni 2012

Ein BUS wird kommen (15.06.2012)

Diese Woche war hart. Sabine hatte Urlaub und nützte ihn um die Fliesen von den Resten der Fugenmasse zu befreien und die unzähligen IKEA-Kartons in das Büro zu schleppen damit wir im Wohnraum langsam etwas Platz bekommen um dort weiterzumachen.

Am Dienstag spritzte ich noch die Bad- und Küchendispersion an die Wände und die Decke des Bades im Oberstock und malte auch gleich den vorderen Bereich des Technikraumes. Der hintere Teil ist wegen der Aufputzmontage der Haustechnik relativ schlecht auszumalen und wird daher roh bleiben. Es ist ja auch nur ein Technikraum.

Nach mehreren Tagen der intensiven Putzarbeit und einem etwa vier Zentimeter langen und ca. einen Zentimeter tiefen Schnitt an Sabines Unterarm (wie es dazu gekommen ist weiß Sabine eigentlich selbst nicht genau) blicken wir nun auf nahezu fertige Bäder und Räume im Obergeschoß.

Mal von meinem malerischen Einsatz am Dienstag abgesehen, nützte ich die Abende nach der Arbeit zur Verkabelung unseres Schaltschrankes. Schließlich sollte das Bussystem bis Ende Juni halbwegs fertig verkabelt sein damit wir zumindest provisorisch schalten und beleuchten können.

So machte ich am Montag die Reihenklemmen fertig und schaffte es damit jeden einzelnen Verbraucher unseres Hauses auf eine Klemme zu verbinden. Alleine mit den Reihenklemmen und den dorthin führenden Kabeln ist der Verteiler schon ziemlich gut gefüllt. Ein wenig ängstigt mich daher die Vorstellung, dass in den nächsten Tagen nochmal 2/3 der bereits vorhandenen Verdrahtung dazukommen muss um die Verbraucher mit den Aktoren und Sicherungen zu verbinden.

Am Mittwoch brachte ich die Aktoren in Position. Dies gestaltete sich auch nicht ganz einfach, da für die große Anzahl an Systemgeräten fast ein bisschen wenig Platz ist. So konnte ich die Heizungsaktoren nicht wie geplant auf eine gemeinsame Hutschiene setzen, da aufgrund der Teilung dann um eine Schiene zu wenig zur Verfügung gestanden wäre. Also teilen sich die drei Heizer auf drei Schienen übereinander auf. Als nächstes verband ich die Buskomponenten untereinander mit der grünen Busleitung. Da das System eine Sterntopologie aufweisen muss, brauchte ich dabei nur darauf zu achten, dass alle Leitungen angeschlossen würden und es an keiner Stelle einen geschlossenen Ring geben würde.

Nachdem die 17 Systemgeräte im Verteilerschrank und die 21 Busankoppler aus dem ganzen Haus miteinander verbunden waren stieg die Spannung. Genauer gesagt die Busspannung, denn ich schaltete zum ersten mal die Spannungsversorgung für das KNX-System ein und freute mich wie ein kleines Kind über die blinken Lämpchen in unserem Zentralverteiler. Zufrieden mit mir und der Welt genehmigte ich mir noch einen Radler und verband einen der Rollladenaktoren mit der Welt des starken Stroms.




Gestern am Abend setzte ich bei der 220V-Verbindung der Aktoren fort. Was sich ja wegen der vielen Drähte im Schrank als nicht ganz einfach herausstellte. Nachdem die letzten Aktoren ihren Saft erhielten suchte ich nach einer Aufgabe die nicht ganz so aufwendig war. Diese fand ich im Badezimmer nebenan, denn dort fehlte bis zu diesem Zeitpunkt noch eines der Haustechnik-Highlights. Das Unterputz-Netzwerkradio. Seit Monaten liegt es nun in einer Schachtel herum und verstaubt. Doch gestern war es soweit. Die Fliesen sind gereinigt und es fehlt im unteren Bad eigentlich nur noch das Radio und der Raumtemperaturregler.

Das Berker Radio Touch Unterputzradio ist ein Leckerbissen. Bestehend aus einer Steuereinheit mit Touchscreen, RDS und Netzwerkfähigkeit und einer frei wählbaren Anzahl an Systemkomponenten wie Lautsprechern, WLAN-Modul, iPod-Dock und mehr. Wir entschieden uns für eine Minimalinstallation mit Steuereinheit und einen Lautsprecher. Eingebaut war das Gerät schnell und sofort mit dem Einschalten des Stroms war die Einheit aktiv. Über des RDS-System stellte sich die Uhr automatisch ein und es war schnell ein Sender gefunden. Der Klang ist für ein derart kleines Gerät wirklich gut und die Steuerung über das Touchdisplay funktioniert perfekt. Es lassen sich bis zu acht Sender speichern und die Verbindung mit einem internen Datenserver geht auch ziemlich einfach.



Auch im oberen Badezimmer baute ich eines dieser netten Radios ein um in Zukunft beim Zähneputzen mit den neuesten Informationen aus Österreich und der Welt versorgt zu sein und montierte gleich die Steckdosen mit Deckel.

Für kommendes Wochenende ist nun wieder etwas Verdrahtung im Verteilerschrank angesagt. Dieses Vergnügen werde ich wohl an den Abenden der nächsten Woche auch noch haben.

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