Freitag, 22. Juni 2012

Nachtschicht (21.06.2012)

Jetzt wird es mal wieder so richtig knapp mit der Zeit, denn am kommenden Montag werden die Elektrogeräte geliefert und wir müssen sie in den Wohnraum stellen weil sonst wirklich nirgendwo mehr ein Plätzchen übrig ist.

Chaos im Vorraum
Das Büro ist randvoll mit IKEA-Kartons und im Vorraum stehen die Werkzeuge, Maschinen und Materialien die wir für die Fertigstellung brauchen. Auch im Technikraum ist derzeit keine Bewegungsfreiheit. Daher muss der Wohnraum und die Küche bis kommenden Montag fertig werden.

Sabine und ich organisierten uns aus diesem Grund in Schichten. Die Tagschicht übernahm sie und kümmerte sich um das Abschleifen der Wände und der Küchendecke nachdem sie das Wohnzimmer von all dem Zeug (das jetzt im Vorraum lagert) befreite. Sie vergipste auch noch die Wand in der Speis.

Die Nachtschicht gehört schon seit fast zwei Wochen mir. Jeden Abend nach der Arbeit fahre ich zu unserem Haus um zu arbeiten. Gestern war's ein ganz besonders langer Tag. Unsere Tochter weckte und kurz nach vier Uhr nur um relativ bald wieder einzuschlafen. Ich schaffte das leider nicht mehr. Um 6:45 brachte ich nach einem kurzen Frühstück das Baugerüst zurück das wir freundlicher Weise von Franz unentgeltlich leihen konnten und fuhr gleich darauf in die Arbeit. Nach einem langen Arbeitstag kam ich um 17:45 bei unserem Haus an und konnte zu meiner Freude noch einen Blick auf Sabine und unsere Kinder werfen bevor sie nachhause fuhren und mich alleine werkeln ließen. Bis um 22:30 brachte ich richtig viel weiter.

Coole Nachtlichtfunktion der Taster
Lüftungsöffnung in einem Schlafraum
Zuerst verband ich das Notebook mit unserem KNX-Bus um die Programmierung der Aktoren anzustoßen um später am Abend einmal die Nachtlichtfunktion der Taster auszuprobieren.  Die Busprogrammierung lief dann automatisch ab wodurch ich Zeit fand um die Lüftungsöffnungen der kontrollierten Wohnraumlüftung auf Deckenniveau zu kürzen. Da wir im Vorfeld nicht wussten wie weit die Decken abgehängt werden müssten ließen wir die Stutzen in ihrer Originallänge. Nun ist es allerdings ein kleines Problem Rohre aus Zinkblech zu kürzen, wenn man nicht mit der Trennscheibe von außen daran kommt da ich so ja die Decke beschädigt hätte. Daher verwendete ich zum Kürzen einen Dremel mit Speedclick-Scheiben für Metall. Diesen konnte ich von innen in den Rohren ansetzen und damit einen Schnitt machen der über der Deckenkante lag. So sieht es letztendlich sauberer aus. Leider sind die Dremelscheibchen nicht für so eine Beanspruchung ausgelegt. Darum brauchte ich für jedes Rohr mindestens zwei kleine Trennscheiben bis ich komplett durch war. Danach steckte ich den Stutzen in die Öffnung und fixierte die Lüftungsöffnungen. Diese sind leider nicht reinweiß sondern ein wenig cremig angehaucht und sehen nicht ganz so hübsch aus, aber sie werden ihren Zweck erfüllen.

Als alle Lüftungsöffnungen zugeschnitten waren widmete ich mich dem Verkleben der Fensterflächen. Leider ging mir allerdings bereits nach zwei Fenstern das Klebeband aus wodurch ich zur Durchführung schwierigerer Arbeiten gezwungen war. Ich schnappte mir den Vibrationsschleifer mit Akku und schliff die verspachtelten Stellen der Decke glatt. Sabine und ich entschieden uns dazu weder die Wände noch die Elementdecke vollflächig spachteln zu lassen. Das liegt daran, dass die kosten auf Grund der sehr großen Fläche einfach enorm wären und wir für ein bisserl Optik nicht so viel Geld hinblättern wollen (und können). So müssen wir unter Umständen mit dem einen oder anderen Löchlein in der Decke leben das bei genauem Hinsehen ersichtlich wird.
Nach dem Schleifen strich ich die Betondecke und die Gipskartonelemente mit einer Grundierung damit die Farbe später ordentlich haftet. Im Obergeschoß vergaß ich leider darauf wodurch an drei Stellen die Farbe etwas aufgesprungen ist und abzublättern droht. Dort werde ich wohl noch mal mit einen feinen Schleifpapier drübergehen  und mit einer kleinen Walze

nachmalen müssen. Aber im Erdgeschoß sollte uns das dank Voranstrich eigentlich nicht mehr passieren. Die 50m2 Deckenfläche und die Gipskartonwände hatte ich bis 23 Uhr vorgestrichen und konnte mich daher der rudimentären Körperpflege widmen. Da ich von Kopf bis Fuß mit Metallspänen, Schleifstaub und Voranstrich besudelt war und mich so nicht in unser Auto setzen wollte musste ich Wohl oder Übel mit kaltem Wasser und dem Schwamm vom Verfugen möglichst viel Dreck runterbekommen.

Einigermaßen sauber mit Kopfschmerzen und hundemüde kam ich zuhause gerade rechtzeitig zu einem Brechanfall unserer Tochter die im Moment meines Eintreffens über Sabines Schulter kotzte. Also zog ich mir wieder die Gummihandschuhe an und wischte den Boden unserer Wohnzimmers auf während Sabine sich um unsere kleine Prinzessin kümmerte.

Kurz nach 24 Uhr war der Tag dann endlich zu ende und ein unruhiger Schlaf gespickt mit Träumen von der Baustelle folgte.

Montag, 18. Juni 2012

Die Innentüren (16.06.2012)

Seit Mitte Mai lagen die Innentüren bereits in unserem Wohnzimmer und warteten darauf eingebaut zu werden. Zum einen wurden die Türen um gut zwei Wochen zu früh geliefert und zum anderen hatten die Fliesenleger einen derart vollen Terminkalender, dass sie es erst mit zwei Wochen Verzögerung schafften unsere Beläge zu verlegen.

Außerdem mussten wir ja noch die Wände fertig streichen - zumindest dort wo Türen eingebaut werden sollten - und die Fliesen reinigen. Nachdem das alles erledigt war fanden die Türentischler am vergangenen Samstag Zeit unsere Türen einzubauen. Mittlerweile sind gute Handwerker scheinbar schon so ausgebucht, dass sie auch am Samstag arbeiten müssen.

Die Zargen werden eingerichtet
Pünktlich um halb acht in der Früh standen die beiden vor unserer Türe und brachten ihr Werkzeug ins Haus. Sie meinten, dass sie bis zum frühen Nachmittag mit dem Einbau der Türen fertig sein müssten und legten sofort los. Zuerst mussten die richtigen Türen und Zargen den entsprechenden Räumen zugeordnet werden. Das war nicht weiter problematisch da ich bei der Bestellung zu jeder einzelnen Türe eine Raumzuordnung angab und daher sowohl auf den Türblättern als auch auf den Schachteln der Zargen die Räume aufgedruckt waren.

Wir erhielten insgesamt neun DANA Türen wobei wir teilweise abweichende Ausstattungen wählten. Sämtliche Türblätter sind weiß und erhielten eine Motivkerbung auf der Gangseite und eine glatte Oberfläche auf der Zimmerseite. Für das Erdgeschoß planten wir eine Standardtüre mit Standardbändern für den Technikraum da dort keine Besonderheiten erforderlich wären, ein mit dem Türstock plan verbautes Türblatt mit verdeckten Bändern und dem DANA Motion System und Magnetfallenschloss für das WC und eine Türe mit normalem Türstock, DANA Motion und Magnetfallenschloss für das Büro.

Im Obergeschoß wählten wir die Türausstattung auch nach der Häufigkeit der Benutzung. So erhielt das Gästezimmer zwar eine Sperrolive aber kein Motion System. Alle anderen Räume wurden sowohl mit dem Motion System als auch mit einer Sperrolive und einem Magnetfallenschloss ausgestattet.

Das DANA Motion System war der Kaufgrund für die DANA Innentüren da unsere Kinder einen Hang zum Türendreschen haben und wir immer drauf warten, dass wir einmal ins Krankenhaus fahren müssen um gebrochene Finger wieder ins Lot bringen zu lassen. Mit DANA Motion sollte das eigentlich nicht mehr passieren können, denn das Türblatt ist bei diesem System über einen Bügel - wie bei einer selbstschließenden Türe - mit der Zarge verbunden. Wird die Türe nun zugeschlagen, dann stoppt das Türblatt etwa 15cm vor der Zarge und wird dann durch einen im Türblatt integrierten Hydraulikzylinder langsam zugezogen. Das funktioniert in etwa so wie bei den Ladendämpfern die in vielen Küchenmöbeln bereits verbaut werden. Auch in die andere Richtung geht das perfekt, denn wenn die Türe aufgemacht wird kann sie nicht mehr an der Wand anschlagen sondern wird wieder etwa 15cm vor der Stoppposition abgebremst und langsam in die zuvor festgelegte maximale Öffnungsposition gezogen.

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Die Magnetfallenschlösser nahmen wir nur dazu weil es ganz gut aussieht, wenn bei geöffneter Türe kein Riegel zu sehen ist. Dieser schnellt erst raus wenn das Türblatt zur Gänze in der Zarge liegt. Mit einem im Schließblech eingelegten Filzstück kann man die Türe somit absolut flüsterleise schließen. Zusätzlich entschieden wir uns dazu im ganzen Haus auf Schlösser zu verzichten da uns der permanente Ärger mit den verlorenen Schlüsseln auf die Nerven geht. Außerdem ist es nicht schlecht bei pubertierenden Kindern eine Möglichkeit zu haben ins Zimmer zu kommen wenn sie sich im Liebeskummer mal wieder für einen Spontansuizid entscheiden. Um allerdings nicht ganz auf Privatsphäre verzichten zu  müssen erhielten alle Türen Sperroliven wie sie bei Bädern und Toiletten eingesetzt werden. Diese sind bei DANA formschön unter dem Türgriff angebracht und verriegeln den Griff gegen das Hinunterdrücken und nicht mehr das Türblatt durch einen Riegel der in das Schließblech greift.

Mit der Verwendung von Sperroliven statt Schlössern müssen wir unsere Kinder - und uns selbst - allerdings zu einer gewissen Disziplin erziehen. Denn wenn eine Türe verschlossen ist und kein lebenswichtiger Grund vorliegt diese zu öffnen, dann müssen verschlossene Türen auch respektiert werden. Mal sehn ob uns das gelingt :-)

DANA Plano mit Motivkerbung
Da es bei uns also einige tolle Dinge gibt die scheinbar nicht alltäglich sind brauchten die Türentischler um einiges länger als ursprünglich vermutet. Sie waren insgesamt knapp zwölf Stunden damit beschäftigt die Zargen einzurichten, die Türblätter zu justieren und die Motion Systeme einzustellen. Dafür kann ich sagen, dass die Beiden sehr sauber und genau arbeiteten. Unebenheiten im Verputz glichen sie aus indem sie die Blenden der Zargen händisch zurecht hobelten, Höhenunterschiede der Bodenbeläge waren für sie kein Problem und nach anfänglichen Problemen mit dem DANA Motion System (es bedurfte Kurz meiner Hilfe und vor allem meiner Fähigkeit Einbauanleitungen einzudeutschen) standen sie auch hier nicht mehr vor einem Rätsel.

Um 20:30 verließen sie unser Haus und wir können fortan die Zimmer schließen und müssen dabei nicht mal darauf achten die Türen festzuhalten damit sie nicht irgendwo anknallen. Allerdings sollten wir beim Technikraum und beim Gästezimmer darauf achten, dass es kein Motion System gibt und damit die Türen an der Wand anschlagen wenn wir sie nicht an der Klinke festhalten.




Freitag, 15. Juni 2012

Ein BUS wird kommen (15.06.2012)

Diese Woche war hart. Sabine hatte Urlaub und nützte ihn um die Fliesen von den Resten der Fugenmasse zu befreien und die unzähligen IKEA-Kartons in das Büro zu schleppen damit wir im Wohnraum langsam etwas Platz bekommen um dort weiterzumachen.

Am Dienstag spritzte ich noch die Bad- und Küchendispersion an die Wände und die Decke des Bades im Oberstock und malte auch gleich den vorderen Bereich des Technikraumes. Der hintere Teil ist wegen der Aufputzmontage der Haustechnik relativ schlecht auszumalen und wird daher roh bleiben. Es ist ja auch nur ein Technikraum.

Nach mehreren Tagen der intensiven Putzarbeit und einem etwa vier Zentimeter langen und ca. einen Zentimeter tiefen Schnitt an Sabines Unterarm (wie es dazu gekommen ist weiß Sabine eigentlich selbst nicht genau) blicken wir nun auf nahezu fertige Bäder und Räume im Obergeschoß.

Mal von meinem malerischen Einsatz am Dienstag abgesehen, nützte ich die Abende nach der Arbeit zur Verkabelung unseres Schaltschrankes. Schließlich sollte das Bussystem bis Ende Juni halbwegs fertig verkabelt sein damit wir zumindest provisorisch schalten und beleuchten können.

So machte ich am Montag die Reihenklemmen fertig und schaffte es damit jeden einzelnen Verbraucher unseres Hauses auf eine Klemme zu verbinden. Alleine mit den Reihenklemmen und den dorthin führenden Kabeln ist der Verteiler schon ziemlich gut gefüllt. Ein wenig ängstigt mich daher die Vorstellung, dass in den nächsten Tagen nochmal 2/3 der bereits vorhandenen Verdrahtung dazukommen muss um die Verbraucher mit den Aktoren und Sicherungen zu verbinden.

Am Mittwoch brachte ich die Aktoren in Position. Dies gestaltete sich auch nicht ganz einfach, da für die große Anzahl an Systemgeräten fast ein bisschen wenig Platz ist. So konnte ich die Heizungsaktoren nicht wie geplant auf eine gemeinsame Hutschiene setzen, da aufgrund der Teilung dann um eine Schiene zu wenig zur Verfügung gestanden wäre. Also teilen sich die drei Heizer auf drei Schienen übereinander auf. Als nächstes verband ich die Buskomponenten untereinander mit der grünen Busleitung. Da das System eine Sterntopologie aufweisen muss, brauchte ich dabei nur darauf zu achten, dass alle Leitungen angeschlossen würden und es an keiner Stelle einen geschlossenen Ring geben würde.

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Nachdem die 17 Systemgeräte im Verteilerschrank und die 21 Busankoppler aus dem ganzen Haus miteinander verbunden waren stieg die Spannung. Genauer gesagt die Busspannung, denn ich schaltete zum ersten mal die Spannungsversorgung für das KNX-System ein und freute mich wie ein kleines Kind über die blinken Lämpchen in unserem Zentralverteiler. Zufrieden mit mir und der Welt genehmigte ich mir noch einen Radler und verband einen der Rollladenaktoren mit der Welt des starken Stroms.




Gestern am Abend setzte ich bei der 220V-Verbindung der Aktoren fort. Was sich ja wegen der vielen Drähte im Schrank als nicht ganz einfach herausstellte. Nachdem die letzten Aktoren ihren Saft erhielten suchte ich nach einer Aufgabe die nicht ganz so aufwendig war. Diese fand ich im Badezimmer nebenan, denn dort fehlte bis zu diesem Zeitpunkt noch eines der Haustechnik-Highlights. Das Unterputz-Netzwerkradio. Seit Monaten liegt es nun in einer Schachtel herum und verstaubt. Doch gestern war es soweit. Die Fliesen sind gereinigt und es fehlt im unteren Bad eigentlich nur noch das Radio und der Raumtemperaturregler.

Das Berker Radio Touch Unterputzradio ist ein Leckerbissen. Bestehend aus einer Steuereinheit mit Touchscreen, RDS und Netzwerkfähigkeit und einer frei wählbaren Anzahl an Systemkomponenten wie Lautsprechern, WLAN-Modul, iPod-Dock und mehr. Wir entschieden uns für eine Minimalinstallation mit Steuereinheit und einen Lautsprecher. Eingebaut war das Gerät schnell und sofort mit dem Einschalten des Stroms war die Einheit aktiv. Über des RDS-System stellte sich die Uhr automatisch ein und es war schnell ein Sender gefunden. Der Klang ist für ein derart kleines Gerät wirklich gut und die Steuerung über das Touchdisplay funktioniert perfekt. Es lassen sich bis zu acht Sender speichern und die Verbindung mit einem internen Datenserver geht auch ziemlich einfach.



Auch im oberen Badezimmer baute ich eines dieser netten Radios ein um in Zukunft beim Zähneputzen mit den neuesten Informationen aus Österreich und der Welt versorgt zu sein und montierte gleich die Steckdosen mit Deckel.

Für kommendes Wochenende ist nun wieder etwas Verdrahtung im Verteilerschrank angesagt. Dieses Vergnügen werde ich wohl an den Abenden der nächsten Woche auch noch haben.

Montag, 11. Juni 2012

Vorräume finalisiert (11.6.2012)

Nachdem die Zimmer im Obergeschoß ausgemalt waren konnten wir uns um die Fertigstellung der Räume im Erdgeschoß kümmern. Vor allem die Räume in denen Innentüren eingebaut werden sollten ehest möglich fertig sein.

Ich verfugte daher die Vorräume, das Büro und den Technikraum während Sabine die mühsame Verteilung der Latexfarbe im oberen Badezimmer erledigte. Danach klebten wir die Geschoßtreppe ordentlich ab und sprühten das Büro und das Vorzimmer mit der weißen Dispersion. Nun sind wir bis auf ein paar kleine Nachbesserungsarbeiten soweit, dass die Innentüren jederzeit montiert werden könnten. Diese liegen mittlerweile seit fast einem Monat im Wohnzimmer und gehörten schon dringend eingebaut :-)


Mit den weiß gestrichenen Wänden wirkt der Vorraum jetzt schon viel heller und freundlicher. Nun fehlt nur noch die Spezialapplikation an der Decke bestehend aus einem Holzrahmen und eine satinierten Plexiglasplatte beleuchtet von 15m LED-Streifen.

Die Malermeister (10.06.2012)

Blick auf die Therme aus dem Kurhotel Kowald
Eine intensive Woche ist vergangen. Sie begann für Sabine uns mich am 5.6. mit einem zweitägigen Aufenthalt in der Therme Loipersdorf. Diese zwei Tage ohne Arbeit, Baustellengespräche und Kinderproblemen waren Balsam für unsere Seelen. Nach einem Jahr Hausbau ohne wirkliche Unterbrechungen musste diese kurze Auszeit einfach sein.

Das 6-Gänge Menü am Abend war auch ein Hit. Nur mein Brotkonsum sorgte vor allem bei Sabine für Erheiterung, denn ein normaler Mensch wäre wohl alleine durch die Unmengen Brot, die ich zwischen den einzelnen Gängen verdrückte, satt geworden. Auch wenn wir nur eine Nacht und zwei Thermentage dort verbrachten war die Zeit einfach entspannend. In der Sauna oder im Whirlpool liegen oder auch die tollen neuen Rutschen ausprobieren. Absolut zu empfehlen :-)

Am letzten Donnerstag war dann die Schonzeit vorbei und wir legten mit den Farben der Kinderzimmer los. Dazu klebten Sabine und ich in den Zimmern die Wände ab und bereiteten alles für unsere Malermeister vor. Damit unsere Kids sich mit ihren Zimmern besser identifizieren können und auch wissen was es für eine Arbeit ist Wände zu streichen die aus Jux und Tollerei mit irgend etwas beschmiert werden, durften die beiden selbst Hand anlegen.

Nachdem sie im Gegensatz zu uns kein dezidiertes Baustellengewand besitzen (Sabine und ich haben eigentlich nur noch Baustellenkleidung weil so gut wie alles schon eingesaut ist) verpackte sie Sabine in hübsche Schutzkleidung. So eingekleidet könnten sie sofort im SGH (Greys Anatomy) in den OP hinein :-)

Bevor unsere Kinder allerdings auf die Wände losgelassen werden konnten mussten wir die Dispersion mit Abtönfarbe mischen. Um das Mischverhältnis hinzubekommen leerten wir zuerst die Farbe in ein kleines Gefäß. Damit erhielten wir einen Referenzwert. Danach mischten wir weiße Dispersion im jeweiligen Verhältnis dazu. Sollten wir also später eine Farbe reproduzieren müssen, so können wir mit dem gleichen Mischverhältnis einen passenden Farbton erreichen.

Unsere Tochter wünschte sich rosafarbene Wände. Das war nicht anders zu erwarten da sie eine glühende Verehrerin von Hello Kitty ist .

Also strichen wir die eine Wand in einem etwas dünkleren Ton um nicht den komplett rosafarbenen Wahnsinn zu schaffen und ließen sie an der niedrigeren Wand mit der Walze ihre Lieblingsfarbe auftragen. Das machte ihr sichtlich Spaß und sie schmierte auch gleich den einen oder anderen Farbklecks auf die dünklere Wand um eine individuelle Note in das Zimmer zu bringen.

Wenn das Zimmer gereinigt ist wird am Kopfende des Bettes noch ein Wandtattoo in der Form einer Elfe angebracht. Drei fliederfarbene Feen werden den in weißlack gehaltenen Schrank zieren und an der großen weiß gebliebenen Wand wird ein überdimensionales Gelini-Poster hängen.

Unser Sohn hingegen wollte ursprünglich die Farben rot, grün und gelb in einem ZickZackmuster an der Wand haben. Es brauchte lange Diskussionen und die Visualisierung in einem Grafikprogramm bis er verstand warum wir diesen Farbmix eigentlich nicht an seiner Wand sehen wollten. Da er ein großes Bild auf Papyrus in den unterschiedlichsten Orangetönen bekommt, konnten wir eine Einigung für orange und gelb mit einem gemusterten Übergang erzielen. Innerhalb des gemusterten Überganges wird später ein dunkles Wandtattoo in Form einer Karawane am Kopfende des Bettes sein.

Da auch unser Sohn Schränke mit weißer Lackoberfläche erhält konnte er sich auch dafür ein Wandtattoo zur Verzierung aussuchen. Er wählte sein Sternzeichen mit den wichtigsten Charaktereigenschaften in Englisch. Das Bild aus Ägypten ist etwa 160cm breit und zeigt den Ramses Tempel von Abu Simbel. Da es auf Papyrus gedruckt ist werden wir es auf eine dünne Holzplatte aufkleben und damit an der Wand befestigen.


Sabine und ich teilten uns als Betreuungspersonen auf und jeder kümmerte sich um einen 'Arbeiter'. Beide Kids waren mit Feuereifer und einem hohen Maß an Ungenauigkeit bei der Sache was im Endeffekt dazu führte, dass Sabine und ich die Wände noch nachstreichen mussten um die letzten weißen Flecken zu übermalen.

Mit der übrig gebliebenen gelben Mischung malten wir auch noch die Kniestockwand im Gästezimmer aus um den 'Gefängniszellencharakter' den meine Mutter bereits kritisierte etwas abzumildern. Der neue Name des Zimmers ist nun 'Sunrise Suite' ;-)


Im Schlafzimmer strich Sabine die Kniestockwand mit einer Mischung aus Pflaumenblau und Ziegelrot. Das Ergebnis ist eine ziemlich dunkle, aber zum Stil des Zimmers passende Wand an der Stelle an der später das Bett stehen wird.

In Kombination mit dem dunklen Fliesenboden ergibt sich ein ziemlich edles Bild. Finde ich zumindest.

Montag, 4. Juni 2012

Bäder verfugt (02.06.2012)

Am Samstag waren Sabine und ich wieder mal auf der Baustelle um uns der Bäder anzunehmen. Diese waren mit dem Verfugen dran und daher teilten wir uns auf. Während Sabine im Erdgeschoß die Wände abrieb und schliff verpasste ich den vor einigen Tagen gemalten Wänden noch einen weiteren Anstrich da ich mit dem Ergebnis bis dahin nicht wirklich zufrieden war und verfugte im Anschluss im Obergeschoß die verfliesten Wände des Badezimmers.

Als ich damit fertig war kam Sabine hinauf um den Boden im Badezimmer zu verfugen. Damit wir uns nicht in die Quere kämen ging ich ins Badezimmer des Erdgeschoßes und kümmerte mich dort um die Fugen der braunen Fliesen. Die weißen Wandfliesen waren dort bereits verfugt.

Um die weißen Fliesen zu schützen klebten wir die Stösse mit Malerkrepp ab. Dadurch verhinderten wir mit der dunklen Fugenmasse Spuren in den hellen Fugen zu hinterlassen.

Da im Büro noch drei Fliesen fehlten und der Bodenbelag der gleiche ist wie in den Vorräumen, ließen wir die Verfugerei sein und beendeten bereits um zwei am Nachmittag die Arbeit. Für dieses Wochenende sollte es dann auch genug gewesen sein, denn diese Woche habe ich Baustellenurlaub und versuche soweit fertig zu werden, dass die Innentüren eingebaut werden können.