Mittwoch, 31. August 2011

Die Solarkollektoren (30.8.)

Anfang Juli wurden sämtliche Solar- und Heizungskomponenten geliefert und warten seit dem auf ihren Einbau. Vor allem die Kollektoren bereiteten und Kopfzerbrechen, da diese leicht mitzunehmen aber schwer zu sichern sind. Zuerst lagen sie für alle sichtbar mitten in unserer Baustelleneinfahrt, da die Lieferanten keine gesteigerte Lust hatten sie an einer Stelle abzulegen an der sie geschützt gewesen wären. Sabine und ich spannten daraufhin eine Plane darüber wodurch die Kollektoren wie ein Holzstapel aussahen.

Nachdem ein ungarischer Klein-LKW mehrfach sehr langsam an unserer Baustelle vorbei fuhr, packte mich ein Predireptionaler Timor (Angst vor dem Raub) ob des zukünftig möglichen Verlustes der Kollektoren. In wenigen Minuten baute ich daher aus Schalbrettern eine Rampe vom Erdhügel in das Obergeschoß über die wir die Solarkollektoren in das Haus schleppen konnten. Auf Grund der Größe und des Gewichtes der Kollektoren war die Wahrscheinlichkeit deren Verschwindens, vor allem nach dem Abbau der Rampe, doch viel geringer als zu ebener Erde. Einzig die Tatsache, dass wir es damit nicht nur potentiellen Dieben sondern auch uns selbst erheblich erschwerten die Paneele zu bewegen stellte einen kleinen Wermutstropfen dar.

Vorletzten Samstag waren dann die Spengler Zimmermann senior und junior bei uns auf der Baustelle um den Dachstuhl und auch die Kollektoren in Augenschein zu nehmen und boten sich dankenswerter Weise auch gleich an uns bei der Montage zu unterstützen. Vor allem das Angebot einen Kran zu schicken war sehr verlockend, weshalb wir es auch gleich annahmen. Der Kran sollte am Freitag vor der Fenstermontage kommen. Dazu kam es ja bekanntlich nicht - in meinem letzten Beitrag steht schon ein bissl was zu dem Thema - und der Montagetermin wurde auf Dienstag Vormittag verschoben.

Kurz nach sieben Uhr fuhr ein Wagen der Spenglerei Zimmermann vor und meine Erleichterung war groß. Der Termin hat offensichtlich gehalten und es würde wohl alles zeitlich perfekt ablaufen können. Otto, seines Zeichens gelernter Installateur und Dachspengler war perfekt für die Montage der Kollektoren. Er wusste genau wie viel Platz bleiben müsste um passende und dichte Blechverkleidungen anbringen zu können und war auch mit dem hydraulischen Konzept von Solaranlagen vertraut. Er machte sich mit den vorhandenen Materialien vertraut bis der LKW um acht Uhr ankam.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Der LKW-Fahrer hatte eine rund sechs Quadratmeter große Palette mit die er an Haltegurten befestigte. Mit dem Kran brachte er die Palette vor einer der südlichen Fensteröffnungen in Position. Ich hielt die Palette mit einem Gurt in Position während Otto, Mario und Ernst jeweils zwei Kollektoren hochkant hinaus schoben und sie nach links und rechts ablegten. Otto und ich stiegen dann auf das Dach und hoben die Kollektoren von der Palette auf das nahezu flache Dach der Gaupe. So stapelten wir innerhalb von wenigen Minuten alle acht Solarpaneele auf dem Dach.

Als das Material zur Gänze oben war nahm Otto Maß und wir legten für jedes der zwei Kollektorfelder die Mitte und die Unterkante fest. Von dort ausgehend montierten wir die Haltelatten, die ein Abrutschen der Kollektoren verhindern. Wir legten einen der mittleren Kollektoren auf und arbeiteten uns von dort auf die Seiten, dadurch konnten wir die Ausrichtung der einzelnen Paneele zu einander gut im Griff behalten. Stück für Stück montierten wir die, zu diesem Zeitpunkt wegen der starken Sonneneinstrahlung bereits ziemlich heissen, Solarkollektoren und befestigten diese mit Montageblechen am Dachstuhl. Kurz nach zwölf wahren Otto und ich dann soweit, dass beide Kollektorfelder ausgerichtet und montiert waren. Otto fuhr dann in die Firma und ich kümmerte mich um die Montage weiterer Haltebleche sowie der Endleisten aus Holz in denen dann die Solarleitungen nach unten verlaufen werden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Obwohl sie Kollektoren für die Montage direkt unter dem First eigentlich zu groß gewesen wären - die originale Verblechung die im Lieferumfang enthalten war können wir uns auf den Bauch hauen - haben wir es geschafft zwei jeweils rund zehn Quadratmeter große Solarfelder ohne maßgebliche Verschattung anzubringen. Hoffentlich erzielen die dann auch die versprochene Leistung.

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