Freitag, 29. September 2017

Kaminholz für den Ofen

Der Winter kündigt sich schön langsam durch niedrige Temperaturen in der Nacht an, und so kamen wir dieses Mal zwar etwas spät aber doch zu dem Punkt an dem Wir Brennstoff für unseren Ofen im Wohnzimmer brauchten.

In den ersten beiden Jahren kauften wir Holzbriketts in großen Mengen. Jeweils eine knappe Tonne pro Palette. Im ersten Jahr verheizten Wir etwas mehr als 1,2 Tonnen Briketts. Im zweiten Jahr war es etwas weniger, da die Qualität der Briketts besser war.

Letztes Jahr entschieden wir uns dazu die Briketts einfach im Baumarkt zu kaufen, sobald wir welche brauchten. Der Vorteil war, dass wir die in Summe knapp mehr als 100 Packungen zu je 10kg immer dann in kleinen Mengen kauften, wenn der Vorrat ausging und wir uns damit nicht um die Lagerung kümmern mussten. Preislich ist diese Lösung zwar etwas teurer, aber nicht wesentlich. Wir kauften auch immer die gleiche Marke und den gleichen Typ an Briketts im gleichen Markt, damit wir die gewohnte Qualität erhielten. Leider sehen die Baumärkte das etwas anders, weil die Briketts in der Packung mit Sicherheit nicht immer aus der gleichen Fertigung kamen. Das fiel uns vor allem bei der letzten Charge besonders stark auf, da diese Briketts einen etwas höheren Durchmesser und vor allem extrem starke Rauchentwicklung hatten. Keine Ahnung was letztendlich das Problem war, aber die letzten 10 Packungen Holz-Briketts brannten nicht ordentlich. Ganz im Gegenteil, denn mehr als dunkler Rauch war nicht aus den Briketts zu holen. Das führte letztendlich dazu, dass es im gesamten Haus nach Ruß roch, und ich mich dafür entschied nicht mehr mit Holz-Briketts zu heizen.

Also musste ich mich nach einer anderen Lösung umsehen. Dass es sich um Scheitholz handeln würde war klar. Also suchte ich Buchen-Scheitholz das zumindest ein Jahr, besser noch zwei Jahre gelagert wäre, damit es halbwegs trocken ist. Für unseren Ofen ist Holz mit einer Restfeuchte von maximal 22% noch verwendbar. Je trockener desto besser.

Da wir uns erst Anfang September umsahen, waren die meisten Händler schon komplett ausverkauft. Viele konnten überhaupt nur noch frisches Holz anbieten, das wir mangels Lagermöglichkeit nicht bei uns trocknen lassen können. Daher mussten wir eine Lösung suchen, bei der wir an trockenes Scheitholz kämen.

Unsere Wahl fiel letztendlich auf Kaminholz das gereinigt und im Scheitholztrockner getrocknet wurde. Da unser Ofen nur 30cm tief ist, entschieden wir uns zudem für den Kauf von 25cm langen Scheiten, denn die lassen sich nicht nur besser lagern, sondern auch besser in unserem Ofen verbrennen. Der Preis für die kürzeren Scheite ist etwa um 10% höher, hat sich in unserem Fall aber gelohnt.

Die Lieferung erfolgte innerhalb von wenigen Stunden nach der Bestellung, was an Betracht der aktuellen Liefersituation bei den meisten Lieferanten unglaublich war. Die meisten anderen Anbieter konnten etwa 3-6 Wochen als Lieferzeitraum angeben. Das Kaminholz bestellte ich online und hatte knapp 2,5 Stunden später das Holz in der Einfahrt liegen.

Wir bestellten 6 SRM (Schüttraummeter) und verstauten einen Teil davon in unserem Vorzimmer unter der Treppe. Für den Rest zimmerte ich schnell aus OSB Platten einen trockenen Lagerplatz zusammen, den ich außen mit Wetterschutzfarbe strich, damit die Platten im Winter nicht aufziehen und das Holz dann in den Regen fällt.Nach dem Schlichten des Scheitholzes blieben letztendlich 4,12 RM (Raummeter) Buchenholz übrig. Ich hätte gehofft, dass es etwa 4,5 RM wären, aber das Volumen ist im Rahmen.

Das Besondere an diesem Holz ist, dass es gereinigt, frei von Rinde, Staub und Ungeziefer ist und durch die Trocknung im Scheitholztrockner nur 15% Restfeuchte hat. Dadurch eignet es sich perfekt zur Lagerung im Wohnbereich, weil man sich  keine Tiere und Insekten in die Wohnung holt. Vor allem der Holzbock ist ein unbeliebter, aber häufiger Besucher. Obwohl das Buchenholz sehr trocken ist verströmt es einen angenehmen, aber eher dezenten Geruch.

Durch die sehr geringe Restfeuchte brennt das Scheitholz sehr gut an und hat einen verhältnismäßig hohen Heizwert im Vergleich zu den Resten des Scheitholzes, das wir noch vom letzten Winter übrig, und im Wohnzimmer völlig ausgetrocknet hatten. Das Kaminholz brennt mit sehr geringer Rauchentwicklung. Weitaus weniger als die Holzbrikettes, die wir immer verwendeten.

Zum Anheizen verwenden wir die Polarwasser Bio Anzünder. Das sind Anzünder aus in Wachs getränkter, gewickelter Holzwolle, die wir bei Amazon im 5kg Karton kauften. Im Vergleich zu anderen
Anzündern brennen diese Holzwollmäuse länger, heißer und mit geringerer
Rauchentwicklung.  Das liegt daran, dass die Holzwolle in Wachs getränkt ist und nicht nur damit besprüht wurde. Das Wachs dürfte parafinfrei sein. Die Anzünder verströmen einen dezenten Holzgeruch, sind aber sonst weitgehend Geruchlos.

Da die Anzünder sowohl intensiv als auch, mit 8-10 Minuten Brenndauer, lange genug brennen, um die Kaminholzscheite zum Brennen zu bringen, brauchen wir zum Anheizen jeweils nur einen Anzünder. Dadurch wird die 5kg Kiste vermutlich leicht über zwei Heizsaisonen reichen.


Mittwoch, 14. Juni 2017

Alexa freundet sich mit dem Homeserver an

Es ist einige Zeit her, seit ich den letzten Blog-Post online stellte. Mir geht Qualität vor Quantität, also schreibe ich nur, wenn es was zu schreiben gibt. Schließlich wird schon genug gepostet.

Diesmal ist es wieder ein größeres Projekt. Zwar weniger wegen des Kostenaufwandes und auch nicht, weil es viel Anstrengung kostet, sondern weil es für unser Smart-Home ein großer Schritt ist und weil es auch bedeutet, dass ich mir mal wieder Gedanken über die Programmierung unseres Homeservers machen muss.

Verteilerschrank (rechte Seite)
Gira Homeserver 3
Seit sechs Jahren leben wir nun mit unserem KNX System im Haus, das neben der üblichen Anwendungs-möglichkeiten vor allem durch den Einsatz des GIRA Homeservers mit erweiterter Funktionalität punkten kann. Viele Dinge hätte auch ein weniger smartes Haus geschafft, aber bei einigen Funktionen wäre der Verkabelungs-aufwand und die Anzahl an Schaltern einfach viel zu groß geworden. Wer will schon eine Schalterreihe von 12 Schaltern oder mehr im Wohnzimmer haben. Sieht fürchterlich aus und ist auch noch unpraktisch. Dafür hat man für Gewöhnlich einen etwas größeren Verteilerschrank im Haus (oder auch mehrere). Wir setzten auf einen großen Schrank, der die Zentrale des Hauses bildet und dort sämtliche Sicherungen und Aktoren vereint. Somit münden natürlich auch sämtliche Leiten dort, was in der Bauphase eine ziemliche Herausforderung für uns darstellte. Ich hoffe, dass ich hier für längere Zeit nicht mehr an die Drähte ran muss, denn hinter den Blenden verlaufen mehrere Kilometer Kupferdraht die die Sicherungen, Aktoren und Auflegeleisten miteinander verbinden. Von den Mantelleitungen zu den Verbrauchern mal abgesehen.

Berker Raumcontroller
Durch das Bussystem ließen sich dann auch noch Kabeln für Kreuzschaltungen und so sparen, weil zu den Tastern lediglich eine Bus-Leitung führt. Jedoch wäre das Haus durch den Einsatz von KNX-Tastern alleine noch nicht wirklich smart geworden, weil das ja nur eine andere Art von Schalter ist. Somit war die Anschaffung und Programmierung des Gira Homeservers ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Smart-Home.

Der Gira Homeserver bietet die Möglichkeit auf relativ einfachem Weg Szenen zu erstellen, Gruppen und Sequenzen zu bilden und Logik zu implementieren. Szenen und Sequenzen sind noch die einfachste Übung und ließen sich auch ohne Server durchführen und auch die Steuerung der Beschattung würde nicht unbedingt nach Logik verlangen, weil die durch den Einsatz der Wetterstation und die Einstellungen des Rollladenaktors ebenso steuern ließen. Aber eben nicht so smart, wie ich mir das wünschte.

Web-GUI - Wohnraaum
Durch den Homeserver lässt sich einfach Logik und eine Automatisierung auf hohem Niveau umsetzen. So wird die Beschattung sowie ein Teil der Beleuchtung nahezu vollkommen autark über Wetter-, Zeit- und Lichtparameter gesteuert. Die Logik die ich erstellte steuert die Rollläden in Abhängigkeit vom Wochentag, von Ferien und Feiertagen, von Dämmerung und Helligkeit und natürlich von der Zeit. Zudem muss die Beschattungsautomatik sperrbar sein, falls man verhindern möchte, dass ein Rollladen ungewollt rauf oder runtergeht. So kann unser Haus nun bereits selbstständig entscheiden, dass die Rollläden der Schlafräume an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen erst später aufgehen (12 Uhr Mittags, länger braucht derzeit keiner zu schlafen bei uns :-) als unter der Woche, wo sie bereits um 9:30 öffnen. Ebenso kennt es die Ferien unserer Kinder und lässt auch in dieser Zeit die Beschattung länger unten.

Sind die Rollläden geöffnet, dann wird in Abhängigkeit des Winkels und der Stärke der Sonneneinstrahlung und von der Anwesenheit von Personen im Haus entschieden wie weit die Beschattung geschlossen wird. Ist keiner zuhause, dann fahren die Rollläden weiter hinunter, weil es ja egal ist ob es in den Zimmern dunkel ist oder nicht. Kommt jemand nach Hause, so fahren die Läden automatisch etwas nach Oben um mehr Licht in die Wohnräume zu lassen. Je steiler die Sonne steht um so höher fahren sie. Das ist schon ziemlich smart.

Dass nun auch die Beleuchtung mit der Dämmerung und dem Status der Beschattung sowie der Anwesenheit von Personen zusammen hängt ist so richtig smart.

Web-GUI Hauptseite
GIRA App
Zusätzlich lässt sich jede Funktion im Haus sowohl über die Gira App als auch im Intranet über eine selbst erstellte Webseite, die am Gira Homeserver läuft, mit einfacher Symbolik für die Tablet- und Smartphoneanwendung steuern. Dazu habe ich ja bereits einen Post verfasst.

Manche Dinge sind praktisch, andere einfach nur eine Spielerei. Vor allem die Steuerung über die Weboberfläche oder die App brauchen wir so gut wie nie, weil das Haus ohnehin das Meiste selbst macht, und das Wenige was es nicht macht, geht einfacher über die Taster in den Wohnräumen.

Aber mit dem Einzug von Alexa wurde dann alles doch wieder etwas anders, denn auch hier begann es mit einer Spielerei. Wozu einem Lautsprecher sagen was er spielen soll, wenn man das Ganze doch auch über eine App erledigen kann? Nun ja, weil es einfach etwas smarter ist. Und weil Alexa eben mehr kann als nur Musik zu spielen.

Amazon Echo
Im Laufe der Zeit wurde Alexa Teil des Alltags. Wir fragten nach dem Wetter, ließen uns die Verkehrsbedingungen für den Weg zur Arbeit ansagen und wurden über die Einträge unserer Kalender informiert. Somit war es nahe liegend die Fähigkeiten von Alexa zu erweitern.

Daher wollte ich bereits früh meinen Echo mit dem Homeserver verbinden, um unser Haus um ein Sprachsteuerungsfeature zu erweitern. Leider wird bislang von Gira direkt nichts angeboten und alle anderen Interfaces erforderten Entwickler-Zugriff auf den Echo, den ich weder einrichten noch im Folgejahr bezahlen will. Also wurde die Sprachsteuerung erstmal auf Eis gelegt.

Vor Kurzem stolperte ich nun über die Voxior App, die versprach, dass man den Gira Homeserver einfach verbinden könne. Und zwar ohne zusätzliches Gateway. Dieses Service ist nicht kostenfrei, wie so ziemlich alles in der schönen Welt der Home-Automation. Natürlich gibt es viele freie und auch Open Source Lösungen, aber letztendlich wird man dann doch immer wieder auf die eine oder andere Weise zur Kasse gebeten. Bei Voxior zahlt man für eine auf 3 Jahre befristete Lizenz im normalfall 199 Euro. Jetzt zu Beginn gab es eine Aktion mit 99 Euro für 3 Jahre. Ich denke, dass es sich über Kurz oder Lang auf sagen wir mal 30-50 Euro pro Jahr einpendeln wird. Da man die Lizenz derzeit ohnehin per Mail anfragen muss, erfährt man den aktuellen Lizenzpreis auch auf diesem Weg.

Ich schaltete den Voxior-Skill frei (erhielt vorerst für 14 Tage kostenlosen Testzugang) und stellte fest, dass nichts ging. Also schrieb ich an dem Anbieter der App, dass es mir nicht möglich wäre ein Gateway anzulegen und Geräte hinzuzufügen. Die Leute dort waren sehr freundlich, bemüht und konnten mir letztendlich den Weg zur Lösung weisen (alles auf Englisch).

Das Problem lag bei A1 Österreich, denn dieser tolle Provider gibt seinen Internet-Usern nur interne IPs, die bei der Verwendung von DynDNS falsch dargestellt werden und aus Fremdnetzen nicht erreichbar sind. Somit kann man DynDNS also von jedem A1-Gerät erreichen, aber eben nicht aus Fremdnetzen. Ein Anruf bei A1 führte dazu, dass ich mir für 2,28 Euro pro Monat eine öffentliche (dynamische) IP Adresse zulegte.

Ein erneuter Versuch mit Voxior schlug aber wieder fehl. Nachdem ich nun aber zahlender IP-Besitzer war, wendete ich mich erneut an den A1-Support und siehe da: A1 hat auch noch eine Firewall laufen, die alle Ports außer die Standardports blockt. Nachdem die Firewall auch noch deaktiviert war, konnte das Voxior Service plötzlich auf meinen Dienst zugreifen und die vorhandenen Geräte erkennen.

Gira DynDNS Portal
Gira Homeserver Config für DynDNS
Wenn man keine fixe IP Adresse hat, empfiehlt es sich den GiraDNS.com Dienst zu nützen und die Daten des DNS-Dienstes im Homeserver über den Experten einzutragen. Wenn man selbst nicht Besitzer des Servers ist, dann kann man das selbst nicht durchführen, da man für die Registrierung die Seriennummer des Servers kennen muss. Allerdings muss man für die Verwendung des Voxior-Dienstes nicht Besitzer des Servers sein. Hier reicht es, wenn man über einen externen Quad-Client (am Smartphone ist das die Gira App) Zugang verfügt.  Dann sendet der Server die aktuelle öffentliche IP an den Dienst (im 15 Minuten-Takt) und man kann den Server von Außen einfach über den Gira-Host erreichen. Dazu muss der Server bei Gira registriert werden.

Voxior Gateway hinzufügen
GIRA Quad Client Konfigurator
Um nun die Geräte des Bus-Systems von Alexa bedienbar zu machen braucht es eine Schnittstelle. Die einzige mir derzeit bekannte Schnittstelle die mit Gira-Produkten wie dem Homeserver und X1 zusammen arbeiten kann ist die Voxior.com . Die bedient sich der Funktionalität des Gira Quad Clients. Somit muss man nach der Registrierung (hier benötigt man einen Amazon Account) einfach die Zugangsdaten der Gira App (also des Quad Clients) als neues Gateway auf Voxior.com eintragen. Dadurch stellt das Interface eine Verbindung mit dem Gira Homeserver her und liest die vorhandenen Geräte aus, die dann im nächsten Reiter konfiguriert werden können.


Voxior Geräteliste
Amazon Echo Smart Home Liste
Hat man die Geräte auf Voxior eingelesen, so kann man dort die gewünschten Geräte zur Sprachsteuerung über Alexa aktivieren und die Namen konfigurieren. Das ist einfach und selbsterklärend, allerdings muss ich zugeben, dass ich mit der Namensgebung ein bisschen Probleme habe.  Ich suche noch immer nach möglichst einfachen Namen für die Geräte. Bisher heißen sie entsprechend ihrer Funktion Deckenlicht, Leselicht, Effektlicht und dann der Raumname. Wenn ich nun zB. Alexa auffordere "Alexa schalte Deckenlicht Schlafzimmer ein", dann kommt hin und wieder die Rückfrage "Ich habe mehrere Geräte gefunden. Welches Gerät meinst du?" wenn ich dann nochmal "Deckenlicht Schlafzimmer" sage, dann klappt es. Ist nur eine Kleinigkeit, aber es wäre nett, wenn es schon beim ersten Mal klappen würde.

Aber für die ersten Versuche mit Alexa und KNX bin ich schon sehr zufrieden. Es lassen sich nun die Rollläden öffnen, schließen und auf eine bestimmte Position fahren und auch die Beleuchtungen im ganzen Haus sprachsteuern. Wenn auch ab und zu mal ein Missverständnis zwischen mir und Alexa herrscht.

Besonders angenehm ist es, wenn wir auf der Couch liegen und sich die tiefstehende Sonne im Fernseher spiegelt, weil die Helligkeit nicht so hoch ist, dass die Rollläden automatisch herunter gefahren werden, aber doch zu hell um das Bild ordentlich zu erkenne. Früher musste ich das Smartphone zur Hand nehmen, die App oder das Webinterface öffnen und den entsprechenden Rollladen auswählen und schließen. Nun geht das wesentlich komfortabler indem ich einfach Alexa bitte die Beschattung zu schließen.

Natürlich sind die Möglichkeiten der Sprachsteuerung so vielfältig wie die des Bus-Systems selbst. Einzelne Rollläden, oder Gruppen bis hin zu allen Rollläden des Hauses lassen sich hoch- und runterfahren oder auf einen bestimmten Wert bewegen. Ebenso ist jeder einzelne Beleuchtungskörper innerhalb und außerhalb des Hauses ebenso mit Alexa verbunden wie die Raumtemperaturregler und die Steckdosen. Auch wenn wir es selten verwenden, so lässt sich zum Beispiel die Raumtemperatur über Alexa verändern (bei einer Fußbodenheizung darf man sich allerdings keine schnellen Effekte erwarten) und was bei Gästen immer wieder für Erstaunen sorgt sind die Szenen, die sich über Alexa anwählen lassen. Wenn dann Leuchten angehen, Rollläden runter fahren und die Musik spielt, dann ist das schon beeindruckend.

Als ebenso praktisch erwiesen hat sich eine Szene für den Abend (Good night) die sämtliche Lichter und Verbraucher im Erdgeschoß ausschaltet. Damit muss man beim Verlassen des Wohnzimmers nur noch "Alexa, Good night einschalten sagen". Das funktioniert noch besser, wenn wir das Haus verlassen und die Szene Good bye starten, denn dann werden sämtliche Beleuchtungen im Haus ausgeschaltet, die LEDs sowie die Displays in den Raumcontrollern deaktiviert und die Beschattung in einen Abwesenheitsmodus versetzt. Mit einem einfachen Welcome wird das Haus wieder in einen Anwesenheitsmodus versetzt, der auch aktiviert wird, wenn im Haus Beleuchtungen eingeschaltet werden, denn dann geht das Haus davon aus, dass jemand zuhause ist.

Da wir bislang nur im Wohnzimmer einen Echo und im Zimmer meiner Tochter einen Echo Dot haben, können wir auch nur dort von den Benefits profitieren.  Meine Tochter hat Alexa sowieso schon als persönliche Assistentin engagiert und schafft ihr sämtliche Vorgänge für Licht, Beschattung und Musik an. Nur die Klimaanlage habe ich noch nicht erfolgreich mit Alexa verknüpft. Die hängt derzeit genauso wie die Lüftung noch nicht an unserem KNX-System. Aber das kommt sicher auch noch.

Also für mich ist der Voxior Skill ein sehr ausgereifter Skill, sauber und intuitiv umgesetzt und auch nutzbar, wenn man selbst keinen Zugriff auf den Homeserver, hat sondern nur Anwender der Gira App ist. Somit braucht man auch keinen Programmierer oder Elektriker um Alexa mit seinem System zu verbinden. Natürlich vereinfacht der Zugriff auf den Server mittels Gira Experten die Sache wesentlich, weil man sich dann die Geräte bereits von vornherein in die richtigen Räume zuordnen kann und dies dann auf der Voxior Page sehr schön dargestellt wird.

Das ganze sieht dann etwa so aus:


Dienstag, 1. November 2016

Halloween Deko 2016

Wie jedes Jahr dekorieren wir zu Halloween unseren Garten und auch im Haus. Natürlich versuchen wir dabei immer wieder etwas Neues zu präsentieren und die Kinder und Erwachsenen der Nachbarschaft mit unserer Deko zu beeindrucken. Mit jedem Jahr wird das schwieriger, weil unsere Besucher im mittlerweile 4. Jahr schon einiges bei uns gesehen haben.

Letztes Jahr bauten wir zu unseren Grabsteinen auch ein paar Grabplatten und schafften so schon eine recht brauchbare Friedhof-Illusion.

Dieses Jahr hatten wir keine Gartenparty geplant und feierten im kleinen Kreis, weshalb wir im hinteren Teil des Gartens diesmal nichts zu dekorieren hatten. Die Gräber verfeinerte ich diesmal mit ein bisschen Efeu und einem Mini-Zombie sowie den schon bekannten Grusel-Wackelbildern die wir letztes Jahr über Aliexpress bestellten.

Durch einen schön welken Kranz und Grabkerzen (dieses Jahr verwendeten wir wegen des ewig starken Windes bei uns batteriebetriebene LED-Kerzen) konnten wir noch ein paar authentische Details hinzufügen.

Damit das ganze im rechte Licht erschien, kaufte ich auf Amazon ein 5er Pack RGB LED Spots mit denen ich unseren Vorplatz und die Trauerweide am Nachbargrundstück in blaues Licht tauchte und dadurch eine intensivere Stimmung schaffte.

Wie schon im letzten Jahr, war auch in diesem Jahr wieder eine Nebelmaschine im Einsatz. Allerdings besorgte ich diesmal eine zweite und tauchte den gesamten Vorplatz so kontinuierlich in einen schaurigen Nebel ein, der glücklicher Weise nicht komplett vom Wind verweht wurde.

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Der Zugang zum Garten wurde durch ein Absperrband gesichert. So konnten wir auch unsere Besucher gut zum Hauseingang umleiten, wo sie nach Süßem fragen konnten. Diesmal wurde unser Haus auch rundum vom Kamerasystem Ring überwacht. So konnten wir auch später noch ein paar Eindrücke unserer Gäste festhalten, als sie sich unsere Deko ansahen.

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Auf dem Weg nach Hinten zur Haustüre wartete wieder unser Skelett, um die Leute zu begrüßen.

Gleich dahinter lag ein abgetrennter Arm neben einer Schaufel. Und gleich gegenüber unserer Haustüre versteckte sich ein Zombie mit offenem Gehirn, der durch eine LED-Leuchte mit Bewegungsmelder von Hinten beleuchtet wurde. Ein netter Effekt, der bei all der Aufregung kaum aufgefallen ist. Aber ich finde, dass man nicht zu viel machen kann.

Soweit kannten unsere Besucher das Meiste ja schon. Einige Dinge waren wie letztes Jahr. Ander waren einfach auf andere Weise angeordnet und anders anrangiert.

Wirklich neu war dieses Jahr die Atmosfear FX Hologramm Illusion oder kurz Holusion. Atmosfear bietet DVDs und Downloads die perfekt zu Halloween passen und ich wählte für unsere Deko das Programm Macabre Manor in der es um eine vierköpfige Familie geht, die wie könnte es anders sein, verstorben ist. Das Besondere an den Fear FX Inhalten ist, dass sie jeweils für die Darstellung auf einem Fernseher, als Fensterprojektion und als sogenannte Holusion angeboten wird. Das alles gibt es jeweils für horizontale und vertikale Darstellung.

Für unsere Zwecke baute ich ein kleines Holzgestell in das ich den Projektor hochkant hinein stellen konnte. Dieses Gestell musste hoch genug sein, damit die Projektion perfekt in unser 200cm hohes Fenster des Schlafzimmers passte. Um eine perfekte Projektion zu erhalten reichte es nicht unseren Vorhang zu beleuchten. Daher kaufte ich noch eine günstige, lichtdurchlässige Rollo auf der die Projektion perfekt dargestellt werden konnte.

Durch den Winkelausgleich des Projektors konnte ich den Beamer etwas seitlich vom Fester aufstellen. So leuchtete er nicht direkt von hinten auf die Projektionsfläche sondern eben etwas von der Seite.

Da die Szenen des digitalen Downloads in  einzelnen Sequenzen geliefert wurden, hätte ich einfach eine Playlist erstellen können. Jedoch sind die Szenen teilweise zwei- oder dreiteilig und manchmal einfach zu gruselig für kleinere Kinder. Daher schnitt ich die Szenen mit Nero zusammen und ließ dabei die zu heftigen Szenen vorerst weg. Erst ab etwa 19:30 liefen dann die wilderen Szenen auch in unserem Fenster ab. In Summe hatte der zusammen geschnittene Film dann knapp 7 Stunden wobei sich die Szenen nach etwa 20 Minuten jeweils wiederholten.

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Leider sieht man es in diesem Video nicht besonders gut, aber es bietet eine Vorstellung von dem wie es aussehen kann. Dieses Jahr fehlte jedoch der Ton, also hab ich noch ein bisschen Luft nach Oben.

Für nächstes Jahr hab ich auch schon ein paar Ideen, die durchaus umsetzbar sind. Es sind ja noch ein paar Tage bis zum nächsten Halloween.

Natürlich dekorierte Sabine auch im Inneren des Hauses wieder fleißig, wovon ich hier noch abschließend ein paar Bilder einstelle.








Gehirn (Maroni-Reis)
Nudeln mit Lachssauce





Montag, 10. Oktober 2016

Vorzimmer Möbel 2.0

Vor mittlerweile über vier Jahren haben wir unser neues Heim bezogen. Damals war natürlich noch nicht alles komplett fertig, aber das Haus war soweit bereit für den Einzug. Wenig später zeigte sich, dass wir im Vorzimmer eine Lösung brauchen würden, um die Jacken aufzuhängen oder Kleinigkeiten unterzubringen. Wir kauften uns daraufhin eine Garderobe bei einem Online-Versandhandel und stellten diese in unseren Vorraum. Eine Interimslösung, wie es Sabine damals sah.

Nun wissen Männer vermutlich wovon ich rede, wenn ich sage, dass ich im Laufe der Jahre diese Interimslösung als Dauerlösung akzeptierte und immer unwilliger wurde diese zu ändern. Vor allem weil jede Änderung zwangsläufig zu hohen oder noch höheren Kosten sowie zu einem großen Arbeitsaufwand führen würde. Also konnte ich mich lange nicht dazu durchringen etwas zu unternehmen.

Diesen Sommer war es dann soweit. Sabine akzeptierte keine Aufschub mehr und ich musste endlich in die Gänge kommen. Sabine plante daher einen Wandverbau für unseren Vorraum der folgende Bedingungen zu erfüllen hatte:

  • mindestens 2 Meter Hängestangen für Jacken
  • Haken für Jacken und Mäntel von Gästen
  • Raum für Handschuhe, Hauben und Schals, Sonnenbrillen, Schlüssel, Sportkopfhörer und anderes Sportequipment
  • Platz für Stiefel und Schuhe
  • Platz für die Schultaschen der Kids
Dabei durfte das Ganze nicht zu drückend wirken und muss vor allem eines sein: passend zu unserem Stil und dem Rest des Hauses.

Dafür mussten wir nun einiges probieren um die richtige Bearbeitungsmethoden für das Holz zu finden. Das Ziel war, dass das Holz alt, gebraucht und etwas mitgenommen aussieht. Wir überlegten uns den Effekt durch einen speziellen Hobel zu erreichen der von Festool angeboten wird. Jedoch ist dieser Hobel extrem teuer und daher nicht in die endgültige Auswahl der Methoden getreten. Außerdem probierten wir in den Sommermonaten einige Farbkombinationen für das Holz.

Als wir nun wussten wie die Oberflächenstruktur und die Farbe aussehen sollte, mussten wir uns überlegen wie wir das ganze zusammen bauen würden. Viele unterschiedliche Möglichkeiten standen zur Wahl. Vom einfachen Rahmen bis hin zu komplett geschlossenen Kasten hatten wir alle Möglichkeiten ins Auge gefasst. Bis zuletz waren wir uns dabei nicht sicher wie die Schranktüren aussehen sollten, hinter denen wir unsere Schuhe verstecken würden. Also begannen wir einfach mal Schritt für Schritt.

Das Material

Wir wollten natürlich nicht zu viel für das Material ausgeben und dabei auch noch Holz besorgen das
sich leicht bearbeiten lässt. Daher entschieden wir uns für gehobelte Fichtenholz-Bretter in unterschiedlichen Breiten. 94mm/114mm/144mm breit waren die Bretter die wir im Baumarkt auf Raumhöhe zuschneiden ließen. Als Einlagefächer kauften wir Leimholzbretter. Zur Verbindung der Teile setzte ich einfach auf Spax-Schrauben. Dadurch sollte der einfache, eher technische und trotzdem alte Eindruck erweckt werden.

Die Oberflächenbearbeitung

Damit wir nun den gewünschten Vintage-Effekt erreichten begannen wir mit der Oberflächenstruktur. Dazu verwendete ich eine einfache Bohrmaschine mit einer Stahldrahtbürste oder alternativ einer aus Messingdrähten. Bewegt man nun die drehende Bürste entlang der Holzmaserung, so wird der weiche Teil der Holzfasern durch die Bürste abgetragen. Es bleibt lediglich der festere Teil der Maserung übrig. Im Prinzip ähnelt der Vorgang der natürlichen Verwitterung von Holz, da hier auch zuerst die weicheren Fasern abgetragen werden. So bleibt nur der robustere Teil der Fasern übrig. Der Einfachheit halber schraubte ich die Bretter bereits zuvor zusammen und schuf damit die Panele, die ich später zu einem Schrank zusammen schrauben konnte.

Durch die Verwendung einer Stahdrahtbürste wird mehr Material abgetragen, jedoch werden dabei Spuren ins Holz gefräst, weil die Bürste ziemlich hart ist. Eine sauberere Struktur erreicht man durch die Verwendung einer Messingdrahtbürste. Da die Messing-Drähte weicher sind graben sie sich nicht so tief in das Holz ein. Dadurch wird die Struktur schöner und sauberer, allerdings ist der Aufwand wesentlich größer als mit einer Stahlbürste. Ich persönlich verwendete die Stahlbürste für die Vorarbeit und säuberte dann die Fläche mit der Messingbürste.  So ging es relativ schnell und trotzdem sauber. Unbedingt einen Atemschutz tragen, da diese Arbeit extrem staubig ist.

Die Farbgebung


Um nun den gewünschten Vintage-Effekt zu erhalten trugen wir unterschiedliche Farbschichten auf. Wir begannen mit moorbrauner Beize. Moorbraun ist nahezu schwarz und wäre damit eine ziemlich extreme Wahl für das Vorzimmer gewesen, wenn wir nicht noch weitere Schritte durchgeführt hätten. Die moorbraune Beize mussten wir vollflächig deckend auftragen, damit auch wirklich jeder Millimeter der hellen Fichtenfärbung überdeckt wurde.

Als nächsten Schritt trugen wir eine dünne Schicht transparentes Möbel-Öl auf. Dieses jedoch nicht deckend sondern nur flüchtig mit dem Pinsel überstrichen. Das taten wir, da die nächste Schicht dann nur an den Teilen des Holzes haften würde an denen kein Öl aufgetragen wurde. So lässt sich eine fleckige Oberflächenfärbung erreichen.

Nachdem das Öl einen Tag lang einziehen konnte, Strichen wir die Oberfläche des Holzes mit einer weißen Holzbeize. Diese kann nun nur noch an Stellen ins Holz eindringen an denen die Oberfläche nicht mir Öl getränkt ist. An den Stellen an denen das Öl nicht so dicht gestrichen wurde, kann die Beize trotz der bereits zuvor gebeizten Holzfasern ein wenig in die Oberfläche eindringen.

Nun waren die Bretter also mit moorbrauner Beize, Öl und mit weißer Beize behandelt. Nach einem weiteren Tag trocknen konnte der letzte Arbeitsschritt vorgenommen werden.

Die Oberflächenversiegelung

Bevor die Holzoberfläche nun abgeschlossen werden konnte, mussten wir sie mit einem Nylonaufsatz an der Bohrmaschine von überschüssiger weißer Beize befreien. Die Nylonscheibe ist gerade stark genug, um überschüssige Beize zu entfernen ohne dabei die Oberflächenstruktur zu verändern. Durch diese Behandlung wird nun die Struktur perfekt betont.
Da die Oberfläche nun auf Grund der Beize und der etwas faserigen Struktur für Kleidungsstücke gefährlich werden könnte, mussten wir noch einen weiteren Schritt durchführen. So strichen wir die Oberflächen nun noch mit Deko-Wachs für Möbel ein und lederten sie nach ein paar Minuten ab. So wurden die Oberflächen glatt und färben nun nicht mehr ab.


Der Aufbau

Da nun die Platten alle soweit fertig gestellt waren, konnten wir die Teile zusammen schrauben. Der ursprüngliche Plan einen geschlossenen Schrank zu bauen verlor im Zuge des Aufbaus immer mehr an Reiz. Irgendwie wirkte es viel zu drückend.

Somit ließen wir die Rückseite des Kastens offen um die weiße Wand dahinter sehen zu können. Das Panel an dem die Haken für die Kleidungsstücke unserer Gäste befestigt sind, ist durch eine Leiste an der Rückseite mit versteckten Schrauben an die Wand befestigt. Direkt daran ist die Seitenwand des ersten Regals geschraubt. Diese ist über die fest verschraubten Fächer mit der zweiten Außenseite verbunden welche wiederum mit der Decke verschraubt ist.

Ähnlich sieht es auf der anderen Seite aus. Dort haben wir ein Regal aus 30cm breiten
Leimholzbrettern und den beiden Außenpanelen gebaut. Daran befindet sich das Regal für Stiefel und zwei Stangen für hängende Kleidungsstücke. Da die Konstruktion nicht einfach halten würde, ist sie mit der Wand verschraubt, damit sie nicht kippen oder schwingen kann.

Die Stangen sind aus 3cm dicken Holzstangen die ebenfalls mit moorbrauner Beize behandelt sind.

Als nun alles soweit stand, schlichteten wir zum Testen der Größe mal ein paar Schuhe und Stiefel ein. Als nun unser Möbel gefüllt war, stellten wir fest, dass es ohne Türen viel besser aussehen würde. Nachdem es so natürlich keinen Schutz gegen Staub gibt, checkten wir zuvor die Garderobe die nun über drei Jahre Lang in unserem Vorraum stand. Dort wurde an der Rückseite seither nicht Staub gewischt. Da sich dennoch kaum Staub angesammelt hatte, beschlossen wir, dass es einen Versuch wert wäre die Garderobe mal so zu lassen.

Unser Vorraum hat nun ein bisschen den Style eines Shops mit Kleidungsstücken und Schuhen, die durchaus präsentabel als Raumdeko herhalten.